Sezession jetzt mit Unabhängigkeitserklärung

Es gibt im Tagebuch der wahren, guten und schönen Rechten einen neuen Autor, Claus Wolfschlag: „() Für Sezession im Netz wird Wolfschlag unregelmäßig schreiben, und auf ein Thema kann ich ihn auch nicht festlegen: So beweist sich die Unabhängigkeit, und in genau diesem Sinne erweitert Wolfschlag unsere Gespräche tatsächlich.“ Hat eigentlich jemand die Unabhängigkeit der Sezession in Frage gestellt, oder sollte das einfach mal gesagt werden?

Wolfschlags erster Artikel trägt dann auch den Titel „Kapitalistische Amokfahrt“ und ist eine kurze Kapitalismuskritik. Neues gibt es zwar nicht im genannten Artikel, aber immerhin. Immerhin unabhängig. Und immerhin hat man jetzt auch mal was zu diesem Thema gesagt. Der Artikel ist „zur Debatte gestellt“ und findet bislang nur mäßigen Anklang, aber das kann ja noch werden. Mal schauen wie die alte/neue Unabhängigkeit so ankommt. Und mal schauen ob sich die guten, wahren und schönen Rechten tatsächlich in einer Kapitalismuskritik verrennen wollen. „Links“ hat dieses Feld ja bereits ausgiebig beackert, viel kann man da wohl nicht mehr gewinnen, vieleicht noch einen Blumentopf, wenn man es bei der Kritik belässt. Lösungsvorschläge – ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster – werden jedenfalls an der Glaubwürdigkeit einer Neuen Rechten kratzen, allerdings nur in Abhängigkeit zum Weltbild. Das behaupte ich, unabhängig.

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8 Responses to Sezession jetzt mit Unabhängigkeitserklärung

  1. Gerald sagt:

    Lieber Florian,

    woher deine Obsession mit der Sezession?

    Muss wirklich jede Äußerung von dort ausführlich und in bemüht spöttelndem Tonfall besprochen werden?

    Du machst den Eindruck, eines verschmähten Liebhabers, der sich nun als „Stalker“ betätigt.

    Gerald

    Florian: Herr Kubitschek hat doch bereits die Irrelevanz meines Blogs gekonnt dargestellt, freundlich formuliert. Ich nannte es ja Geschwätz. Wirklich jede Äußerung? Das stimmt nicht.

  2. Gamander sagt:

    @Florian: Ich frag mich nur, was du dir Sorgen über die Glaubwürdigkeit der „Neuen“ Rechten machst. Biste jetzt schön strammer Antifaschist (wie hier hin und wieder unterstellt wird) oder Politikberater?

    Florian: Weder noch, in diesem Fall bin ich einfach nur neugierig.

  3. Lutz sagt:

    Na, hier geht´s ja ab.

    Darf ich mal rekapitulieren, wie ich das Ganze hier beim Querlesen verstanden habe?

    1. Die Neue Rechte wirft Kritikern entweder vor, sich nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, oder aber die Kritik nur aufgrund der eigenen antifaschistischen Verblendung zu äußern. Oder Mischformen aus beidem, z.B. sich WEGEN des eigenen Antifaschismus nicht WIRKLICH mit IfS, Blaue Narzisse, Sezession etc. beschäftigt zu haben.

    2. Nun haben wir hier aber jemanden, der sich sehr wohl mit der Materie beschäftigt hat. So stark sogar, dass er über einen gewissen Zeitraum von nichts anderem mehr redete und die ganzen Sprüche und Laberphrasen (Entschuldigung, Laberei heisst das ja nur bei Linken, bei Rechten ist das ja „differentierte Betrachtung“) vermutlich auswendig aufsagen konnte, wenn man ihn nachts um drei geweckt hat. UND er nahm auch an einer oder mehreren „Akademien“ teil (heisst die Gehrinwäsche eigentlich bei allen Sekten jetzt so?), war also quasi mittenmang. Von diesem Menschen kann man nun wahrlich nicht behaupten, er hätte keine Ahnung von der Materie etc. Und der macht sich jetzt ein wenig über seine alten Spielkameraden aus Sandkastenroda lustig, weil ihm das aus irgendwelchen Gründen nichts mehr gibt und er vielleicht auch den einen oder anderen Schwachpunkt (oder -kopf) dort entdeckt hat. Was bleibt also?

    3. Man bezeichnet ihn schlicht als „Antifaschisten“, „Antifanten“, etc. Denn wie unter 1 gesagt: Andere Möglichkeiten gibt es ja nicht in einem offensichtlich nicht nur geographisch auf Schnellroda beschränkten Horizont.

    4. „Antifaschist“ (und die in rechten Kreisen gebräuchlichen Verballhornungen) ist in der neurechten Sprache genau so als Schimpfwort gebräuchlich, wie bei der NPD und anderen braunen Kameraden auch. Obwohl man aber die „Antifaschisten“ ja selbst gerne als Links-, oder Rotfaschisten bezeichnet, gegen die man eigentlich ist und somit SELBER eine Art Antifaschist vom Selbstverständnis her ist…

    Habe ich diesen ganzen Schlamassel soweit richtig mitgeschnitten? Dieses ganze Kuddelmuddel? Das ganze kindische Rumgekasper, an den Haaren zerren und mit Sand werfen? Und da stellt hier wirklich noch jemand ernsthaft die Frage, was den Florian dazu bewegt, sich kritisch über solche Leute zu äußern? Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das auf „Akademien“ abläuft: „Ich spendier dir jetzt ne Brause und dafür bist du mein Freund und hörst nur noch mir zu, ok?“

    Ach, auch wenn ich´s nicht richtig verstanden haben sollte: who cares?

    Florian: Oh Hallo. Ja, hier geht es gerade ein wenig durcheinander. Aber „who cares?“ war ja noch nie meine Stärke, ebenso wie „Auch mal die Klappe halten (können)“ 😉 Und dann ist da ja noch das Sendungsbewusstsein, meine persönliche Achillesferse quasi…

  4. Gamander sagt:

    @Florian: Am Kapi-Kapilismus muss man NATÜRLICH Kritik äußern. Und dass solches auch gern von jeglichen antimodernen Strömungen im Rahmen ihrer Ideologie schlüssig gemacht wird, ist ja nix neues. Gibt es sogar im Islamismus. Ist ja auch wie Fische aus nem Fass angeln, zielgruppenmäßig betrachtet.
    @Lutz: Den Vögeln diesbezüglich auf die Sprünge zu helfen ist ja nett, aber… finde die Kritik einfach zu konstruktiv. Von der Sache her.

  5. Amüsiert sagt:

    Na, da musste ich abe doch eben etwas lachen. Kaum ein paar Tage, nachdem ein Fernsehbericht über das Buch „Das Kapital“ von Erzbischof Reinhard Marx ausgestrahlt wurde, ergreift die Neue Rechte diese Gelegenheit sogleich am Schopfe. Opportunismus par excellence. An Reaktionsvermögen mangelt es der Reaktion jedenfalls in keinster Weise. Verwunderlich ist das aber auch nicht, wenn man sich die Quintessenz dieser erzbischöflichen „Wirtschaftskritik“ vor Augen hält: „Marktwirtschaft ja, aber mit mehr Moral!“
    Angesichts einer derartig einleuchtenden und brillianten Lösung aller Probleme der Menschheit, zudem noch verfasst von einem christlichen Intellektuellen und hochrangigen Kirchenwürdenträger, wundert es kaum, wenn sich die Knallchargen aus Schnellroda auch mal schnell mit diesen Federn schmücken möchten. Immerhin hatten sie ja zum Thema Ökonomie-Kritik bislang immer die Schnauze halten müssen. Aber wenns jetzt plötzlich katholisch geht, dann gehts auch rechts, haben sie sich wohl gedacht. Vielleicht erscheint ja neben dem katholischen Pendant zum Original-Kapital nächste Woche noch „Das Kapital“ von Adolf Marx.

  6. Peter Harris sagt:

    Aufgrund der Debatte um Kapitalilismus-Kritik und der Forderung nach einem zivilisierten Kapitalilismus sei hiermit auf einen interessanten Audio-Beitrag von Herrn Galow-Bergemann hingewiesen:
    http://radio-nopro.podspot.de/post/das-gute-und-die-gier-1/
    http://radio-nopro.podspot.de/post/das-gute-und-die-gier-2/

  7. […] Neue Wege – Kapitalismuskritik & Unabhängigkeit […]

  8. […] das so schon lange mal überfällig war.  Nur hätte man sich dann auch vor einiger Zeit die Unabhängigkeitserklärung in Form einer dürftigen Kapitalismuskritik des Herrn Wolfschlag sparen können, das wirkte damals […]

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