Sezession & Endstation Rechts: Nachklapp zur 6. KSA

Nun hat auch Martin Lichtmesz im Tagebuch der guten, schönen und wahren Rechten die sechste „konservativ-subversive Aktion“ noch einmal aufbereitet. „Verräterische Sätze“ nennt er seinen Artikel und meint damit wohl vor allem sich selbst.

Aus der Kategorie Wahrheitsverweigerung: „(…) daß Deutschland ein Einwanderungsland war, ist und sein wird, daß der Multkulturalismus nicht nur unvermeidlich sondern wünschenswert ist, daß „wir“ „uns“ von „alten Traditionen lösen müssen“, also die ganze rhetorische Palette des einfältigen „Vielfalt“-Gedöns.“

Und aus der Kategorie „interessante“ Selbstwahrnehmung: „Unser Protest ist keine Demonstration  für „die Rechte“ und gegen „die Linke“ oder gegen „die Ausländer“, hat nichts mit sektiererischen oder ideogischen Grabenkämpfen und Zickenkriegen zu tun, auch nichts mit „Alt gegen Jung“, sondern damit, daß wir die Vernunft, die Wirklichkeit und die Fakten auf unserer Seite haben.

Ich habe übrigens auch noch einen kleinen Nachklapp. Bei „Endstation Rechts“ gab es eine Diskussion zum Thema, in deren Verlauf sich auch Herr Kubitschek dazu gesellte: „der eifrige herr röpke könnte sich selbst (muß er nicht öffentlich tun) einfach eingestehen, daß er es in schnellroda klasse fand, und daß er nun alle hände voll zu tun hat, um uns in sich selbst zu bekämpfen. zaunlattenpsychologie, ich weiß. aber das naheliegende ist das plausible.“

Da ich es ja damals tatsächlich „klasse“ fand in Schnellroda, musste ich mir da auch nichts eingestehen: „Herr Kubitschek, ich fand es in Schnellroda klasse, um mal genau ihr Wort zu verwenden, das kann ich ganz offen sagen. Das hat aber nichts mit meiner Kritik zu tun und war 2007. Und ich habe nicht alle Hände voll damit zu tun, Sie in mir zu bekämpfen. Das ist aber auf jeden Fall eine schöne Formulierung, fällt aber leider wieder auf Sie zurück, bzw. ihre Selbstwahrnehmung. Ist es tatsächlich ein so abwegiger Gedanke, dass sich mal jemand wieder löst, neue Wege sucht und gefunden hat? Gründe dafür gab es dann auf lange Sicht gesehen wirklich genug.“

Es kommen jetzt noch zwei Zitate, nur falls gerade jemanden langweilig wird. Es ist also bald geschafft. Herr Kubitschek antwortete sogar nochmal: „daß einer neue wege gehen will und sich lösen – aber ja doch! das machen sicher 75 prozent derer, die mal da waren. kann ja nicht jeder bei der sezession karriere machen. aber: es gibt nur einen einzigen, der unter einem neuen weg einen ununterbrochenen rundgang um die flamme versteht – und über die erfahrungen, die er dabei macht, unermüdlich und aufgelöst in pseudonyme mit sich selbst diskutiert.

Dem kann man natürlich nicht viel entgegnen. Faktisch Falsches lässt sich der Neuen Rechten nicht als solches vermitteln: „Ich verstehe ja ihre Interpretation, aber lassen Sie doch den Eiertanz. Und wenn Sie schon mal da sind: 6. KSA – Nach dem was Sie hier so gelesen haben, ist „Ausländer raus“ nun im Sinne der NR oder nicht? 5. KSA – Ewigvorgestrig, gegen die Versöhnung, oder täuscht der Eindruck. Heißt meine Ehre Reue, bin ich dem Schuldstolz der Deutschen verfallen und betreibe Holocausreligion? Und: Fällt es der NR wirklich schwer einen schwarzen Menschen auch so zu nennen, bei Bedarf. Warum „Neger“? Und weil diese Fragen scheinbar sonst keiner so direkt stellt, gibt es u.a. mein Blog. Es geht ja durchaus nicht nur um Kubitschek und Co., so wichtig ist man dann doch nicht.“

An dieser Stelle ist dann der Kontakt zu Herrn Kubitschek wieder abgebrochen.

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4 Responses to Sezession & Endstation Rechts: Nachklapp zur 6. KSA

  1. Paula sagt:

    Und wie steht es um die Diffamierungen auf anderen Portalen, die ihnen nachsagen, bei der NPD mitgemischt zu haben, als Molau noch den Unterbezirk leitete? Ist da auch was dran? „the Wanderer“ ergibt so natürlich auch seinen Sinn. Wie kam es denn zu diesem radikalen Gesinnungswandel? Waren Sie denn früher so ein bisschen für „Ausländer raus“ und vertreten nun das glatte Gegenteil? Dann dürfte Herr K. ja doch nicht unrecht haben, wenn er schreibt, sie seien beschäftigt damit, seine Truppe „in sich selbst zu bekämpfen“.

    Florian: Hören Sie bitte mit Herrn K. aus S. und seinen lustigen „Überlegungen“ auf. Ich kann sonst wieder wochenlang nicht schlafen. Und jetzt NPD. Dort habe ich tatsächlich mal mitgemischt, wenn Sie das so nennen möchten. Dieses Thema möchte ich an dieser Stelle aber nicht mit Ihnen bereden. Fragen Sie doch Herrn Molau, der hat vielleicht Lust.

  2. andrew sagt:

    Nennt die Neue Rechte Schwarze wirklich „Neger“? Ich erwarte sowas eher von der „Alten Rechten“, von der sich die „Neue Rechte“ bewusst abzugrenzen sucht.

    Florian: Ja, so kann man es nachlesen, z.B. hier. Oder mit kleiner Diskussion hier.

  3. Hofer sagt:

    >Wahrheitsverweigerung

    Deutschland war niemals ein „Einwanderungsland“ (was ja nicht heißt, daß dort nie jemand eingewandert ist). Es ist erst in den letzten 3, 4 Jahrzehnten dazu gemacht worden, gegen den Willen und unter vorsätzlicher Täuschung des Staatsvolkes. Und nirgendwo steht geschrieben, daß Deutschland ein „Einwanderungsland“ bleiben muß.

    >des einfältigen „Vielfalt“-Gedöns.“

    Das ist wohl weniger eine Wahrheits- als eine Geschmacksfrage. Guter Geschmack und Intelligenz hängen allerdings eng zusammen, daraus resultiert auch der Ekel vor naiver und augenauswischender Rhetorik.

    >daß wir die Vernunft, die Wirklichkeit und die Fakten auf unserer Seite haben.

    Beweisen Sie das Gegenteil.

    http://www.sezession.de/9386/sarrazins-behauptungen-i.html

    >An dieser Stelle ist dann der Kontakt zu Herrn Kubitschek wieder >abgebrochen.

    Weil man auf blöde Fragen keine klugen Antworten geben kann?

    Florian: Ich denke auch blöde Fragen sollten manchmal beantwortet werden. „Blöd“ kann ja auch im Auge des Betrachters liegen. Und der Link, bzw. der Linkinhalt ist toll, wirklich ganz toll. Hier ein Link für Sie.

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