Sezession im Netz: Doch dümmer als gedacht

Die wahren, guten und schönen Rechten veröffentlichten heute wieder ihre Presseschau. Ich hatte schon letzte Woche darüber berichtet, dass dort regelmäßig zu „Politically Incorrect“ gelinkt wird, allerdings schon noch eingeräumt, ein Link zu einer Seite (bedeutet)  ja nicht, dass man den Inhalt dieser Seite insgesamt großartig findet. Nun, die Menge macht’s dann halt. In der aktuellen Presseschau gleich zwei Links zu „Politically Incorrect“ in der Kategorie „Landnahme und Überfremdung/Zuwanderung und Integration“.

Da haben sich die guten, wahren und schönen Rechten wirklich einen ausgesprochen guten, wahren und schönen  Ansprechpartner für ihre Kategorie gesucht. Man darf jedes mal wieder gespannt sein, was da den Lesern inhaltlich so erwarten wird! Wenn ich mir nun vorstelle, wie z.B. ein Götz Kubitschek ernsthaft „Politically Incorrect“ liest und sich dann auch noch denkt, das könne man ja mal in die Presseschau aufnehmen, dann bin ich wirklich irritiert. Aber man kann ja Menschen durchaus auch überschätzen. Und so geschehen in Schnellroda eben doch nicht nur „geistige Höhenflüge“. Frau Kositza nicht ausgenommen.

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15 Responses to Sezession im Netz: Doch dümmer als gedacht

  1. Christian sagt:

    Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, aus welchen Mülleimern einige ihre geistige Nahrung beziehen.

    Da kann man der Sezession eigentlich nur noch guten Appetit wünschen.

  2. […] wahren, guten und schönen Rechten veröffentlichten heute wieder ihre Presseschau. Florian Röpke hatte bereits vergangene Woche darüber berichtet, dass dort regelmäßig zu „Politically […]

  3. […] FLORIAN RÖPKE THEY CALL ME THE WANDERER « Sezession im Netz: Doch dümmer als gedacht […]

  4. Lodmund der Alte sagt:

    @ Krischan: Französisch „Cretin“, was schlicht „Blödmann“ bedeutet, kommt von „Christianus“, frage einfach Deinen Meßpfaffen.

    Florian: An dieser Stelle mal eine Verwarnung.

  5. Johannes sagt:

    Die Dauerpolemik auf den Dreiklang „wahre, gute und schöne Rechten“ leiert sich langsam aus. Dekonstruieren von Begriffen läuft anders…

    Im übrigen hat die Sezession auch schon öfters zum Spiegel oder zur Welt gelinkt. Darf man jetzt – um in Ihrer Logik zu bleiben – da inhaltliche Parallelen vermuten, Herr Röpke?

    Und der Beitrag zur Totschlagkeule „Politische Korrektheit“ spart aus, dass ein viel wichtigerer, ebenfalls moralisch aufgeladener Begriff heute die Politik beherrscht: der der Toleranz.

    Alles in allem: hier huldigt jemand einem denunziatorischen Irrationalismus, gegen den jeder vermeintliche Irrationalismus der Rechten belanglos erscheinen muss.

    Florian: Ach Johannes, lassen Sie mal gut (wahr und schön) sein. Und mit der Formulierung „moralisch aufgeladener Begriff“ der die Politik beherrsche, ich bitte Sie.

  6. V. sagt:

    Ein Pressespiegel kann doch alles mögliche inkludieren, solange es informativ ist. Wenn man die Links zu PI-News anklickt, dann handelt es sich hier ausschließlich um gut überschaubare, auf den Punkt gebrachte Zusammenfassungen von Pressemeldungen, die man auch anderswo nachlesen kann (Spiegel, Die Presse, Kölner Stadtanzeiger…). Wo ist also das Problem? Ich frage mich, wer hier der unsäglichste aller Dummköpfe ist, bzw. ich frage mich eigentlich nicht mehr, das ist aber schon lange evident.

    Florian: Auch für Sie, siehe Johannes – „Ach Johannes, lassen Sie mal gut (wahr und schön) sein.“ Natürlich müssen Sie „Johannes“ durch „V.“ ersetzen. Vielen Dank

  7. Johannes sagt:

    Man muss kein Kulturwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass Begriffe und deren Definitionen die Politik prägen. Ob das „Bolschewismus“, „Europa“ oder „Toleranz“ sei ist bezüglich der Analyse vorerst egal. Wenngleich Sie offenbar an argumentativer Auseinandersetzung nicht interessiert sind, empfehle ich trotzdem Focaults Diskursanalyse. Schlagen Sie da mal bitte die Stelle zur „diskursiven Polizei“ auf! Vorbedenken brauchen Sie bei Focault keine zu haben – er ist ganz sicher kein „wahrer, guter und schöner“ Rechter.

    Florian: Sie sprachen vorher von einem moralisch aufgeladenen Begriff, der die Politik beherrsche. Wenn Sie jetzt „nur noch“ von einer Prägung sprechen, dann sind Sie doch schon ein ganzes Stück zurückgerudert. Und wie sollte ich Ihnen da wiedersprechen, natürlich ist die Politik auch von Begriffen und deren Definition(en) geprägt. Das ist aber erstmal nicht weiter schlimm. Ich weiß wohin die Reise gehen soll, wenn Sie im Zusammenhang mit den guten, wahren und schönen Rechten auf Focault, bzw. seine Regeln einer diskursiven Polizei hinweisen, ich werde da aber nicht mitgehen.

  8. Christian sagt:

    Ist ja lustig zu sehen, welche Beißreflexe dieser Blogeintrag auslöst 😉

  9. Johannes sagt:

    Vom Begriff der „Beherrschung“ hin zur „Prägung“ kann ich keine inhaltiche Abschwächung entdecken, eher eine Steigerung. Aber sei’s drum, offenbar ersetzt hier die Wortklauberei den „herrschaftsfreien Diskurs“, von dem sich Habermas ja soviel pädagogisches Potential versprach…

    Warum sie nicht mitgehen wollen, verstehe ich nicht. Unter dem Begriff einer „diskursiven Polizei“ ließen sich auch verbeamtete Nationalkonservative in der Weimarer Republik und den 50er Jahren einordnen. Und wohl auch deshalb wäre dieser Begriff für die Linke interessant. Aber offenbar wird das für Sie obsolet, sobald eine Theorie auch den politischen Gegner in Schutz nehmen könnte… Unter diesem Pubertätsgehabe lässt sich im übrigen Ihr ganzer Blog verbuchen.

    Florian: Sehen Sie, lieber Johannes, jetzt werden Sie doch albern. Pubertätsgehabe wäre es doch eher, wenn ich mich wortgewaltig in die Diskussion werfen würde und z.B. meine Ausführungen zur „diskursiven Polizei“ trotz Ablehnung doch noch einwerfen würde, oder wenn ich, z.B. unter Verweis auf den „herrschaftsfreien Diskurs“, versuchen würde gleich das nächste Fass aufzumachen.

  10. […] zu den PI-News (Politically Incorrect) zu bieten. An dieser Stelle mal ein schönes Zitat aus einem Artikelkommentar: „Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, aus welchen Mülleimern einige ihre geistige […]

  11. […] zu den PI-News (Politically Incorrect) zu bieten. An dieser Stelle mal ein schönes Zitat aus einem Artikelkommentar: „Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, aus welchen Mülleimern einige ihre geistige […]

  12. Johannes sagt:

    „Pubertätsgehabe wäre es doch eher, wenn ich mich wortgewaltig in die Diskussion werfen würde und z.B. meine Ausführungen zur „diskursiven Polizei“ trotz Ablehnung doch noch einwerfen würde, oder wenn ich, z.B. unter Verweis auf den „herrschaftsfreien Diskurs“, versuchen würde gleich das nächste Fass aufzumachen.“

    Zwischen beiden Begrifflichkeiten besteht ein deutlicher Zusammenhang und nicht nur das beiden enthaltene Wort „Diskurs“ weist darauf hin, dass sie zu einem ähnlichen Thema gehören. Von daher brauchen Sie kein „neues Fass“ aufmachen, sondern Sie könnten sich konkret äußern und argumentieren, inwiefern meine Behauptung doch richtig oder falsch wäre. Mir geht es nicht darum, hier als Rechter mich hermetisch gegen Ihre Auffassungen abzuschließen. Nur leider muss ich feststellen – was wiederum das Pubertätsgehabe bestätigt – nicht in der Lage sind, über billiges Verspotten des politischen Gegners hinauszugelangen. Von daher gelangen sie über das Niveau, was sie der Sezession, der BN oder der JF unterjubeln wollen, nicht im geringsten selbst hinaus. Das können Sie jetzt gerne auch unter „wortgewaltig“ verbuchen. Da das richtige Wort doch Kern jeder guten Argumentation sein sollte, nehme ich das Lob auch gerne an.

    Florian: Ich äußere mich hier eigentlich immer sehr konkret. Aber meinen Sie, nur weil Sie mir ein, zwei Stichworte hinhalten, dass ich ich dann hier plötzlich Argumentationsbedarf sehe? Ich kenne doch diese ganze rechte Geschichte seit vielen Jahren aus eigener Erfahrung. Sie, Johannes, sind mir also in Art und Weise nicht fremd. Es gibt hier für mich keinen Überraschungsmoment mehr und Sie werden mich auch nicht sprachlos erleben. Und: Ja, ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht mit Ihnen über Foucault oder Habermas sprechen.

  13. Johannes sagt:

    Wenn es für Sie keinen Überraschungsmoment mehr gibt, mag das entweder mangelnder Neugier oder übermäßiger Erfahrung geschuldet sein. Bisher wirkt es so, als sei Ihnen aufgrund eines Sinneswandels (warum auch immer, ich lasse das dahingestellt und mich interessiert es auch nicht) die Neugier abhanden gekommen.
    Im übrigen kann man doch noch so konkret sein und vom Stil er und der Logik her eben doch arm. Geschätzte 90 % Ihrer Blogeinträge suchen eben diese argumentative Auseinandersetzung nicht, sondern stellen die Rechte per se als lächerlich und anachronistisch dar. Frei nach dem Motto: darüber sollte man eh nicht diskutieren. Nun bin ich kein Anhänger des grenzenlosen Diskurses, aber ohne solide Grundlage kehren sich die Vorwürfe an Ihrer Gegner gegen den Autor – in diesem Falle Sie. In keinem Blogeintrag können Sie beweisen, warum die Begriffe „Überfremdung“ oder „Dekadenz“ für heutige Maßstäbe der Politik überflüssig sein sollten.

    Florian: Erwartungsgemäß sehe ich das natürlich anders. Sagen Sie doch einfach was Sie sagen wollen. Und „argumentative Auseinandersetzung“, naja, die ist eben nicht immer möglich, z.B. bei den PI-News. Da fühle ich mich aber auch nicht zuständig.

  14. […] Neue Wege – PI-News als neuer Freund […]

  15. […] (Sezession im Netz) in ihrer wöchentlichen Presseschau gerne bedienen. Das kann man dann hier oder hier […]

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