Blaue Narzisse & Sezession: Spiegel-Online über Junge Freiheit – Einbildung ist auch eine Bildung – Presseschau

Albert von K. hat auf Spiegel-Online einen Artikel gelesen und rekapituliert diesen jetzt im Weblog der Blauen Narzisse. Ungewöhnlich dumm sei dieser Artikel über Rechtsextremismus, der Autor habe alles in einen Topf geworfen, „CDU und NPD, obskure Kameradschaften und die Wochenzeitung Junge Freiheit.“ Dem Leser werde „dieser Eintopf als “neue Strategie der Rechtsextremisten” verkauft“. Angeblich spreche der Verfasser sogar von der Zeitung Junge Freiheit als Partei und suggeriere zudem, die Junge Freiheit sei eine NPD-Zeitung.

Nun, was soll man dazu sagen? Albert von K. irrt sich komplett und scheint den Artikel auf Spiegel-Online nicht richtig gelesen zu haben. Vielleicht scannt er Artikel der „Feindpresse“ nur nach Schlagwörtern und denkt sich den Rest selbst aus, mit Hilfe des neurechten Satzbaukastens gegen linke Meinungsführerschaft vielleicht.

Was hat denn Spiegel-Online nun wirklich geschrieben?

Im Bezug zur Jungen Freiheit mal zwei Auszüge, Hervorhebungen von mir:

„(…) Nun saßen dem baden-württembergischen SPD-Landtagsabgeordneten genau diese Rechtsextremen gegenüber – mitten im Herzen seines Wahlkreises: Insgesamt 60 Zuhörer waren zu seinem Vortrag über die rechtslastige „Junge Freiheit“ in Waiblingen gekommen, davon 40 Sympathisanten der rechtsextremen Szene: „Die haben sich gleich in größeren Gruppen im Raum verteilt und die ganze Zeit über versucht, die Diskussion in ihrem Sinne zu steuern.“ (…)“

„(…) Mit der rechten Postille „Junge Freiheit“ befasst sich Braun ebenfalls schon seit Jahren. In einem Sammelband wies er bereits vor zwei Jahren nach, dass das rechtsintellektuelle Blatt eine Scharnierfunktion zwischen dem rechten Rand des demokratischen Spektrums und rechtsradikalen Kreisen innehat. Neben militanten Abtreibungsgegnern und dem Republikaner-Vorsitzenden Rolf Schlierer äußerten sich in den vergangenen Monaten auch einige CDU-Politiker in der „JF“. Die Motive sind dabei unterschiedlich. (…)“

Also für mich trifft „in einen Topf werfen“ und „ungewöhnlich dumm“ nur auf den Autoren der Blauen Narzisse zu, der hier einen, sicherlich nicht sehr guten, aber durchschnittlichen Spiegel-Online Artikel unbedingt zerreißen möchte. Schafft er aber nicht, natürlich.

Herrn Lehnert von den guten, wahren und schönen Rechten ist dieser Spiegel-Online Artikel sogar eine Ergänzung der aktuellen Presseschau wert, neben einem Interview-Hinweis auf Welt-Online. Lehnert reibt sich am Untertitel „Wie Rechtsextreme ihre Gegner drangsalieren„.

„(…) Ich weiß nicht, welche Assoziation gemeinhin mit dem Wort „drangsalieren“ verbunden ist. Aber ich dachte an feuchte Keller, in denen Neonazis ihre Gegner foltern. (…)“

Auch mal eine schöne Innenansicht, mehr möchte dann Lehnert auch dazu nicht schreiben. Reicht es doch im neurechten Mileu einfach „im negativen Sinne“ auf einen Artikel hinzuweisen. Dann wissen alle gleich wie der Hase läuft und man spart Energie.

Übrigens hat die aktuelle Presseschau der guten, wahren und schönen Rechten wieder viele Links zu den PI-News (Politically Incorrect) zu bieten. An dieser Stelle mal ein schönes Zitat aus einem Artikelkommentar:

„Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, aus welchen Mülleimern einige ihre geistige Nahrung beziehen.

Da kann man der Sezession eigentlich nur noch guten Appetit wünschen.“

Trifft den Nagel auf den Kopf.

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2 Responses to Blaue Narzisse & Sezession: Spiegel-Online über Junge Freiheit – Einbildung ist auch eine Bildung – Presseschau

  1. Christian sagt:

    Schön, dass der Kommentar gefällt.

    Florian: Sehr gut sogar!

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