Sezession: Warten auf den „linken Zeitgeist“

Es war vor fast genau einem Jahr. Die Sezession und Edition Antaios hatten einen Stand auf der Leipziger Buchmesse und Götz Kubitschek erwartete zu zwei Vorstellungen einen „Automaten„. Genauer:

() Dieser Automatismus trägt im Volksmund den namen „Antifa“, und es ist, als ob man eine Münze einwirft, um im Zoo anzurufen: Versprengte Teile der Leipziger Partei- und Gewerkschaftsjugend werden samt weniger offiziell organisierten Typen just zu dem Zeitpunkt am Sachbuchforum herumgammeln ()

Es kam aber anders:

() Selbst der Antifa-Automat war diesesmal defekt, es verirrte sich kein Störer und kein Krakeler zu unseren beiden Präsentationen am Donnerstag und Freitag. Und der Stand liegt so im Windschatten, daß es sich – sollten wir an dieser Zuteilung nichts ändern können – einfach nicht mehr lohnt, nach Leipzig zu gehen. ()

Tragisch, wenn sich nicht einmal der politische Gegner für einen interessiert. Was hätten das wieder für Artikel werden können. „Linke Störer“ wären dann wenigstens ein Argument und Grund für das fast nicht vorhandene Publikum gewesen. Aber so, der „Windschatten„. Wie es aussieht wird es also dieses Jahr keinen Stand auf der Leipziger Buchmesse geben und somit auch automatisch keinen „Automaten„.

Doch nun zurück in die Gegenwart und ein aktuelles Heraufbeschwören des „linken Zeitgeistes“, Hervorhebungen sind von mir:

Erich Vad, ein fast ausschließlich in Stäben eingesetzter und seit Jahren sogar für Partei- und Regierungsarbeit abgestellter Offizier, wird – so Gott will und die Alliierten es zulassen – am 1. April zum General befördert und bleibt in der Nähe Angela Merkels. Interessant an dieser Personalie ist aus unserer Sicht: Brigadegeneral in spe Erich Vad hatte für die legendäre, allererste Sezession (April 2003) einen schönen Beitrag über die „Aktualität Carl Schmitts“ verfaßt. ()

Da wird sich Herr Vad aber ggf. für diesen wichtigen Hinweis bedanken. Und es ist natürlich eine durchachaubare Taktik*. Gibt es kein Echo zur Beförderung bedeutet das einen Gewinn, gibt es ein Echo, hat man es schon vorher gewusst, der „linke Zeitgeist“ ist dabei immer beteiligt.

*Vergleiche: „Sezession: Hoffen und Harren hält manchen zum Narren

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2 Responses to Sezession: Warten auf den „linken Zeitgeist“

  1. […] den sich der Artikel auf Endstation Rechts ebenfalls bezog, wurde wie vorgesehen befördert. Als „Warten auf den linken Zeitgeist“ habe ich übrigens die Vad-Geschichte und eine Vorlesung auf der Leipziger Buchmesse […]

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