Lesetipp: Die Maske ist gefallen

„Es ist so gekommen, wie es vorher zu sehen war: Drastische Einsparungen bei den Ärmsten der Armen, vage Ankündigungen über Belastungen von Banken und der Wirtschaft, das ist das Ergebnis der Sparklausur von Schwarz-Gelb. Wer je das Märchen geglaubt haben sollte, Merkel vertrete sozialdemokratische Ansichten, der sieht sich nach dem gestern vorgestellten Sparpaket eines besseren belehrt. Hartz IV wird verschärft, das Fördern vollends abgeschafft, Altersarmut für Arbeitslose programmiert, die Streichung des Elterngelds für Hartz-IV-Empfänger kann man nur noch als als soziale Eugenik bezeichnen.
Mit der sog. Brennelementesteuer wird ein winziger Bruchteil der Gewinne für die Laufzeitverlängerung der abgeschriebenen Atomkraftwerke abgeschöpft. Die Heranziehung der Banken wird auf die lange Bank einer internationalen Verständigung verschoben. ()“

NachDenkSeiten: „Die Maske ist gefallen“ von Wolfgang Lieb

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One Response to Lesetipp: Die Maske ist gefallen

  1. Lutz sagt:

    Naja, wenn man das schwarzgelbe pseudosoziale Gefasel vor der Wahl tatsächlich als „Maske“ bezeichnen will, dann wohl höchstens als so eine Art falsche Nase mit Brille und Bart dran: Man erkennt sofort, was wirklich dahinter steckt und ist erst mal lediglich amüsiert.

    Das Lachen bleibt einem dann am Wahltag meist im Halse stecken, wenn man merkt, dass ein Großteil der Wähler offensichtlich genau dies NICHT erkannt hat. Oder aber nicht erkennen wollte. Oder es vielleicht sogar erkannt hat und GUT findet.

    Auch „schön“ ist aber auch, wie das Prekariat angesichts der anstehenden Sozialkürzungen in Verbindung mit der Griechenland-Hilfe jetzt schön auf nationalistischen Wir-und-Die-Kurs gebracht wird. Immer mehr deutsche Arme schreien jetzt „Für ‚die Griechen‘ ist Geld da, wieso nicht für uns?“ anstatt mit den grieschischen Armen zusammen zu fragen, warum die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden- überall. So wird dann schon mal das Kanonenfutter für die von Köhler geforderte Verteidigung unseres Wohlstandes auf Kurs gebracht.

    Ich will den Spruch vom nicht so viel essen können, wie man kotzen möchte nicht überstrapazieren… aber in der Politik fällt mir selten ein anderer ein.

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