Zitierfähiges: Kriminalität und Armut

Diese Ausführungen zeigen im Zusammenhang u.a. mit einer gewissen Konservenfabrik aus Schnellroda (Neue Rechte), dass 1. rechtes Denken doch immer auch kompatibel ist mit eben dieser neoliberalen Politik, und 2. der „linke Zeitgeist“ auch weiterhin eine Einbildung bleibt. Die entsprechenden Hervorhebungen sind von mir.

„Eine zentrale These des Buches lautet: Das in den USA durch die neoliberale Streichorgie im sozialen Bereich eingesparte Geld wird stattdessen in eine ausufernde Strafverfolgung (re-)investiert. Diese Politik benötigt eine ideologische Rechtfertigung, die davon ausgeht, dass Kriminalität und Armut in der bürgerlichen Gesellschaft keine gesellschaftlichen Ursachen besitzen, sondern eine Frage des individuellen/biologischen Charakters der Betroffenen ist. Deshalb muss zum einen der Delinquent rechtzeitig und unmittelbar hart bestraft sowie anschließend (präventiv) überwacht werden. Zum anderen werden so Armut und Verelendung zu einem individuellen und kulturellen Problem des Einzelnen (Stichwort: Eigenverantwortung) umgelogen. Entsprechend wird inzwischen die Resozialisierung von Straftätern und staatliche Armutsbekämpfung in den USA als überflüssig und unnütz angesehen. Begleitet wird diese Entwicklung durch eine reißerische Berichterstattung über Verbrechen im Privatfernsehen. Dies erzeugt wiederum eine allgemeine Furcht in der Bevölkerung vor einer angeblich allgegenwärtigen und stetig wachsenden Kriminalität, die jedoch mit der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung und -gefährdung nicht übereinstimmt. Es stellt aber die breite Zustimmung zur Law-and-Order-Politik sicher.“

Quelle: Nachdenkseiten – Über den rassistischen Hintergrund der Workfare-Politik in den USA

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