Sezession: Deutsche Opfer, fremde Täter

Bald gibt es aus dem Hause Antaios ein neues Buch, „eines unserer ganz wichtigen Bücher“, schreibt Götz Kubitschek auf Sezession im Netz. Und er gibt mal einen ganz konkreten Einblick in neurechtes Denken:

„Wir widersprechen der Theorie, daß es sich bei der Gewalt junger Ausländer gegen Deutsche um ein soziales Problem handle. Deutschland steht vielmehr eine ethnisch-kulturelle Auseinandersetzung großen Ausmaßes bevor.“

Dann wird es ganz billig, wobei ich den Begriff „ethnische Landnahme“ sogar ausblende. Kubitschek wirft wieder mit Leitbegriffen um sich und bemüht alte Realitätsverweigerungen:

„Gewalt gegen Deutsche ist ein Problem, von dem fast jeder weiß, über das aber fast niemand öffentlich spricht. So bleiben die Opfer ungeschützt im eigenen Land: Deutsche als Opfer haben keine Lobby unter ihren in der Medienbranche und in der Politik tätigen Landsleute. Das Totschweigen und Verharmlosen der Vorgänge verschärft die Lage und verzerrt die Wirklichkeit.“

Das ist doch alles Quatsch. Natürlich wird darüber berichtet und natürlich wird auch öffentlich darüber gesprochen. Und das „Totschweigen“ könnte sich der Herr K. aus S. auch so langsam mal in den Allerwertesten stecken, da gehört diese billige Jammer-Propaganda nämlich hin. Die ARD-Dokumentation „Kampf im Klassenzimmer“ nennt er z.B. sogar selbst, aber da scheint es ja eine Verschwörung zu geben!

Ich überlege ernsthaft die Neue Rechte „totzuschweigen“ und zu ignorieren, allerdings wegen Belanglosigkeit und groben Unfugs. Die Neue Rechte wird es wohl tatsächlich „ewig geben“ und ewig werden sie um sich selbst kreisen, im eigenen Saft schmoren und Unfug publizieren. Aber vielleicht ist das deren Bestimmung.

Und wenn die Zeit reif ist, dann können sie es ihren Vorgängern nachmachen, wie Phönix aus der Asche der Belanglosigkeit aufsteigen und sich als Steigbügelhalter und intellektueller Unterbau eines neuen Systems empfehlen. „Der Führer schützt (dann wieder) das Recht.“

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2 Responses to Sezession: Deutsche Opfer, fremde Täter

  1. […] 10 Jahre Institut für Staatspolitik, herzlichen Glückwunsch. Das gepflegte Vokabular und die verquere Realitäts- und Selbstwahrnehmung stehen zwar, offensichtlich unbemerkt, im direkten Gegensatz zur bestätigten Gemeinnützigkeit, zur Feier des Jahres gibt es aber nächste Woche den „metapolitischen Meilenstein“, das Buch „Leitbegriffe“ kostenlos im Internet. Und ihre Netzseite haben sie auch mal erneuert. Auf die Ewigkeit. […]

  2. […] siehe auch: Thilo Sarrazin als Briefbeschwerer oder als Quatschkopf – zum Kubitschek-Machwerk HIER. […]

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