Mal kurz mein Senf themenbezogen zur Meinungsfreiheit im Fall S. (eher Fragment)

Nein, Meinungsfreiheit ist kein Wunschkonzert. Über Tage und nahezu unausweichlich werde ich nun mit Herrn S. belästigt. Seine Thesen gefallen mir nicht, seine Thesen halte ich sogar für falsch, vielleicht sogar für gefährlich. Aber natürlich darf Herr S. diese Thesen verbreiten. Das ist seine Meinungsfreiheit. Meine artikulierte Abneigung hingegen ist meine Meinungsfreiheit. Und so wie jeder das Buch kaufen darf, darf ich darauf verzichten. Ich darf sogar öffentlich vom Kauf dieses Buches abraten, andere dürfen aber im Gegenzug natürlich eine Kaufempfehlung geben. Wie gesagt, das ist alles geregelt und kein Wunschkonzert.

Dass das Buch bereits in dritter Auflage erscheint, liegt schlicht und einfach an der großen Nachfrage. Diese Nachfrage verstehe ich nicht, sehe sie allerdings augenzwinkernd als Indiz dafür, dass S. vielleicht mit seiner Verdummungs-These recht haben könnte. Vielleicht kann man deutsche Dummheit an der Auflage der Bild messen, das ist jetzt mal ein Thesenentwurf von mir. Wurde die Nachfrage durch die Medien erst erzeugt? Sicherlich auch, aber am Ende muss ja jeder Käufer knapp 23 Euronen auf den Tisch legen dafür, eine günstige (Bild-)Volksausgabe ist bislang nicht in Sicht.

Wenn Gegner des Herrn S. nun Buchhandlungen boykottieren wollen, dann ist das übrigens ebenfalls ihr Recht. Jeder Freund des Herrn S. darf ja auch einen großen Bogen um ausländische Gemüsehändler machen. Nähere Regelungen und natürlich auch die Grenzen solcher Aktionen regeln bestehende Gesetze, da kann man bei Bedarf nachschauen. Alles kein Geheimnis, keine Verschwörung und auch kein Wunschkonzert.

Was jetzt noch bleibt und den Jüngern des angeblichen Tabubrechers ins Stammbuch geschrieben werden muss: Nazi-Vergleiche sind auch in die andere Richtung meist ein unsauberes Stilmittel. Zudem halten sie näheren Untersuchungen nicht stand, selbst wenn die Vergleichsaspekte sehr niedrig angesetzt sind.

Hier ein Beispiel, gefunden bei den guten, wahren und schönen Rechten der Sezession. Dort scheint sich das Trittbrettfahren auch finanziell ausgezahlt zu haben.

siehe auch: Linker Zeitgeist in der neunten Runde

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One Response to Mal kurz mein Senf themenbezogen zur Meinungsfreiheit im Fall S. (eher Fragment)

  1. Lutz sagt:

    Ein weiteres sehr schönes Barometer für den Dummheitsgrad der Bevölkerung ist ja nach wie vor der Teletext. Und der sagte heute folgendes zu dem leidigen Thema:

    Gute Nacht!

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