Sezession: Den Moslems generell nicht über den Weg trauen

Unter dem Titel „Generalverdacht“ veröffentlichte das neurechte Blog Sezession im Netz einen Artikel von Karlheinz Weißmann. Weißmann ignoriert und nimmt wahr, wie es für die Neue Rechte typisch ist, sehr selektiv. Und so liest man viel Anklage, dafür aber keine Lösungsansätze.

Wo man einen Vegleich zwischen RAF und islamistischen Terrorismus sicherlich anstellen darf, sollte man im Gegenzug sehr sorgsam mit den Vergleichsaspekten umgehen. Weißmann als Gymnasiallehrer könnte seinem Artikel als Schulaufsatz wohl nur als „mangelhaft“ bewerten. Fragen müsste er sich als Schüler, wo denn die genauen Zusammenhänge sind, wie man zur Gleichsetzung des Umfeldes kommt und ob vielleicht die eine oder andere Quelle als Beleg existiert.

Weißmann schreibt über die RAF:

„() Im Nachhinein wissen wir um den Unsinn dieser ganzen Klauberei: die RAF hat sich mehr als zehn Jahre lang wie Maos Fisch im Wasser des Sympathisantenumfelds bewegt, Helfershelfer fand sie nicht nur in der DDR, sondern auch im persönlichen und dann im linken und zuletzt sogar im bürgerlichen Umfeld, wo es irgendeine diffuse Sympathie für die jungen „Idealisten“ gab ().“

Und Weißmann lässt seinen Lesern keine andere Wahl als eben dies auf den islamistischen Terrorismus zu übertragen. Nach Weißmann können demnach Moslems nur in einigen Fällen Terroristen, in den meisten Fällen Sympathisanten oder gar Helfer sein. Ein kleines Bild im Artikel zeigt eine Gruppe junger, wohl muslimischer (?) Jugendlicher, sind das nun schon Terroristen?

„Denn zu den Absurditäten der Terrorbekämpfung gehört auch, daß die eigentliche Gefahrenquelle nicht benannt wird.“

Nämlich der Islam und die Moslems. Ein rechter Generalverdacht? Jetzt muss nur noch der Kreis geschlossen werden und wir kommen von Ausländerkriminalität direkt zum islamistischen Terrorismus. Demnach ist der satirische Vergleich zu den weißen Serienmördern wohl auch Generalverdachtstauglich und somit überhaupt nicht lustig.

Ebenfalls Unlustiges berichtet zum gleichen Thema das MiGAZIN:

„() Vergangenen Freitag wurde in diesem Jahr bereits der vierte Anschlag auf die Şehitlik-Moschee in Berlin verübt. Die Moschee ist eine der größten und ältesten Moscheen in Deutschland. Erol Pürlü, der Sprecher der KRM, zeigte sich besorgt. „In letzter Zeit verzeichnen wir immer mehr Übergriffe auf Moscheen und Muslime. Darunter sind Drohungen, Schmähbriefe, Diffamierungen, Gewaltübergriffe bis hin zu Brandstiftungen. Wir beobachten, dass die Übergriffe parallel mit populistischen Äußerungen und dem starken Sinneswandel der Politik gegenüber der muslimischen Minderheit zugenommen hat“()“

Aus rechter Sicht präventive Terrorismusbekämpfung?

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