Endstation Rechts mal „unkorrekt“

Die „Politische Korrektheit“ ist ja der Lieblingsbegriff diverser rechter Wirrköpfe. Selbst völlig rationale, vernünftige und nachvollziehbare Meinungen versucht man mit „Politischer Korrektheit“ zu entwerten. Inzwischen kann man schon von einem Code sprechen, denn wer als „politisch korrekt“ eingeordnet wurde, der hat einen schweren Stand und ist für die üblichen Verdächtigen von Rechts per se unglaubwürdig. Passend dazu gibt es dann den „Gutmenschen“, dem allein der Versuch eben ein guter Mensch zu sein indiskutabel macht.

Schade wenn diese Begriffe (siehe auch „Leitbegriffe“) immer wieder auch von nicht rechten Leuten genutzt werden.

Im Falle von Endstation Rechts hätte man die Frage auch einfach anders formulieren können, gerade weil man sich eigentlich bestens mit rechten Wortergreifungsstrategien, den Setzen von Begriffen, bzw. deren Umdeutung etc. auskennt. Vielleicht war es auch genau so gewollt, nur gute Satire sieht anders aus.

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3 Responses to Endstation Rechts mal „unkorrekt“

  1. Robert sagt:

    Wie hätten Sie es denn geschrieben? Und ist Ihr Hinweis, wir seien „unkorrekt“ nicht nur möglich, wenn Sie einen Maßstab führten, der das gleiche beinhaltet wie die explizierte „Politische Korrektheit“? Oder gibt man den „Begriffsergreifungsstrategien“ klein bei, indem man sich ihnen unterwirft? Back to the roots, Herr Röpke! Ein kleiner Hinweis auf die Ursprünge der „Politischen Korrektheit“: http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Korrektheit

    Florian: z.B.: Gab es bereits Kritik (oder Widerspruch) für ihr Kartenspiel?
    Das „unkorrekt“ steht in Anführungszeichen. Wenn Sie nach „politisch korrekter Entrüstung“ (!) fragen, dann ist doch der Umkehrschluss, dass Sie hier vielleicht selbst nicht so „politisch korrekt“ sein wollen nicht sehr abwegig. Danke für Ihren Wikipedia-Hinweis, ist nicht hilfreich. „Back to the roots, Herr Röpke!“ – Wie geschrieben, gute Satire geht anders.

  2. Robert sagt:

    Die Frage ob es Kritik gab, zielt doch aber am Thema vorbei. Mich interessiert ja nicht, ob Leute das Spiel schwer verständlich finden, die Karten schlecht gedruckt sind oder die Farben nicht kräftig sind. Meine Frage zielt auf politischen motivierten Widerspruch. Die Frage war daher auch keine Satire, sondern wortwörtlich gemeint.

    Ich steige bei Ihren Bedeutungsebenen nicht mehr durch. Wird der gescholtene Begriff wieder satisfaktionsfähig, wenn man ihn in Anführungszeichen setzt? Wie sonst kommen Sie zu dem Umkehrschluss, ich selbst wollte nicht so „politisch korrekt“ sein?

    Florian: Bedeutungsebenen, so ein Quatsch. Belassen wir es einfach dabei.

  3. Robert sagt:

    Skandal! Nun auch die taz! Herr Röpke bitte übernehmen Sie!
    http://blogs.taz.de/hausblog/2010/12/02/gesucht_ein_neues_wort_fuer_mensch_mit_migrationshintergrund/

    Florian: Na, das lässt Ihnen wohl jetzt keine Ruhe.

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