Sezession: Wie weiter, gefühlt Teil 128

Screenshot Sezession im Netz

Und die Antwort überrascht mich nicht. Irgendwie geht es nicht weiter, alles Pulver scheint verschossen, richtig festlegen möchte man sich  dann aber auch nicht. So ein wenig neurechter Eiertanz, wie ich ihn schon mehrmals beschrieben habe.

„(…) Wir werden uns also wieder auf die Druckausgabe der Sezession und auf unsere Buchprojekte konzentrieren und dieses Netz-Tagebuch für Ankündigungen, Präsentationen und als Archiv unserer Zeitschrift nutzen.

Daneben bleibt ein Element des Tagebuchs erhalten: Grundlegende Beiträge, die den Weg nicht oder noch nicht in die Druckausgabe finden, werden wir hier weiterhin veröffentlichen (…)“

Natürlich finde ich die Entscheidung aus Sezession-Sicht nachvollziehbar, allerdings: Man sollte dies schon als Zeichen der Schwäche interpretieren und zudem als eine Kapitulation. Man konnte seine Ziele nicht erreichen, ist hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben und schmeißt schließlich die Flinte ins Korn. Das hat es übrigens bei der Sezession schon einmal gegeben, allerdings war es damals das IfS-Blog von Götz Kubitschek, welches relativ plötzlich geschlossen wurde.

Damit aber auch genug der Häme, nachtreten gehört sich nicht, immerhin wurde Sezession im Netz keine zwei Jahre alt.

Aber weil es so schön war, hier ein Geburtstagszitat der guten, wahren und schönen Rechten vom 2. Februar 2009, das Wort hat Herr Kubitschek:

Bildquelle: Sezession.de

„() Den wahren, guten und schönen Rechten ein Tagebuch – unregelmäßig aktualisiert, gespeist aus der Arbeit konservativer, rechtsintellektueller Köpfe, frei von Kommentierungen, nicht diskutable geistige Anmerkungen und „Setzungen“, die hoffentlich Anlaß zur Diskussion jenseits des von Foren-Trollen ruinierten Netzes geben. ()“

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3 Responses to Sezession: Wie weiter, gefühlt Teil 128

  1. Harki sagt:

    Also, ich halte es für unangemessen, das als „Kapitulation“ zu bezeichnen. SinN war/ist das Blog einer kleinen Zeitschrift eines kleinen Verlages. Seine Betreiber müssen mit ihren Ressourcen haushalten.

    „Wir alle“ experimentieren und spielen im „Social Web“, und viele „von uns“ merken, daß es mehr verspricht als es hält. Ein Privatier kann dann weiterspielen, ein Verleger muß auch noch Kosten und Nutzen fragen. Und die Korrektur einer unternehmerischen Entscheidung kann richtig sein oder falsch, aber sie ist keine Kapitulation.

    Es besteht mithin kein Grund für SiN, nun auch psychisch zu erröten. 😉

    Und ich frage mich weiterhin, ob es überhaupt ein Printmedium gibt, für das es sich lohnt, Inhalte online zu stellen.

    Ferner hat SiN ja (Du zitierst es) von Anfang an bewußt auf den Haupt-Remmidemmi-Generator im Web 2.0 verzichtet, also auf die All-Kommentierbarkeit; aber das nur als Nebenaspekt.

  2. […] zu tun – etwas Wertloses als wertlos zu erkennen, ist weder Resignation noch Kapitulation, sondern ein Gewinn an Klarheit. Wenn ich einen uralten Computer wegschmeiße, ist das auch keine […]

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