FAZ: Sicherheit in der Atomkraft

Da hatte ich mich am 09. April gerade über ein Interview in der FAZ mit Stewart Brand geärgert, weil dieser doch tatsächlich folgende Lösung für den Atommüll parat hatte: „Ein anderes System, das sich heute anbietet, ist das von Tiefbohrlöchern. Die Öl- und Gasindustrie ist nun fähig, Löcher bis in drei Meilen Tiefe zu bohren. Soll Müll aus einem Reaktor entfernt werden, bieten sich diese Löcher an. Beton oben drüber, und das Ganze darf vergessen werden.“

Vergessen hatte ich bereits besagtes Interview, heute allerdings, wieder in der FAZ, gibt es eine passende Antwort von Frank Rieger, der z.B. sehr richtig feststellt, die „Sicherheit von Kernkraftwerken wird politisch definiert, nicht in rationaler Abwägung, sondern als Maß des Schutzaufwandes, der das Risiko gefühlt erträglich macht. Niemand spielt in diesem Roulette ehrlich.“ Der lesenswerte Artikel schließt mit der leider glaubhaften Prognose, dass wir am Ende alle auf der Verantwortung sitzen blieben, „den Sicherheitsversprechen zu lange geglaubt zu haben, den Energiekonzernen zu lange freie Hand gelassen zu haben und der Politik ihren risikoignoranten Fortschrittswahn nicht rechtzeitig ausgetrieben zu haben.“

Bild: Heinz-Josef Lücking

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