Dass Sarrazin bleibt, ist nicht der Skandal

Den eigentlichen Skandal, wenn man von einem solchen denn überhaupt sprechen möchte, hat doch eigentlich der Parteivorstand geliefert. Man lese den Artikel „Welch hoffnungsloses Menschenbild! – Warum die SPD einen Thilo Sarrazin in ihren Reihen nicht dulden kann“ des Herrn Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel in Die Zeit vom 15.09.2010. Eine sehr schlüssige Rechtfertigung für das Parteiausschlussverfahren und dann dazu sogar noch folgender Hinweis von Herrn Gabriel:

„Und wer uns rät, doch Rücksicht auf die Wählerschaft zu nehmen, die Sarrazins Thesen (oder dem, was davon veröffentlicht wurde) zustimmt, der empfiehlt uns taktisches Verhalten dort, wo es um Grundsätze geht – und darüber jenen Opportunismus, der den Parteien sonst so häufig vorgeworfen wird.“

Das bedeutet nicht weniger, als dass die SPD nun ganz offiziell ihre Grundsätze über Bord geworfen hat, eine andere Lesart ist hier gar nicht möglich. Aber die Frage ist doch auch, was erwartet man noch von der SPD? Nichts. Und dann hat sie eben auch problemlos Platz für Herrn Sarrazin.

Bild: Nina

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