Da hat Herr Sarrazin selbst schuld (ergänzt)

Spiegel-Online schreibt über die Berliner NPD, dass diese sich Aussagen Thilo Sarrazins zu eigen mache. Zudem sei es nicht das erste Mal, „dass die Partei mit Hilfe seiner Thesen um Zustimmung buhlt“. Es geht hierbei um folgendes Zitat von Herrn Sarrazin: „Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden.“ Das ist doch ein Klassiker, quasi eine der zentralen Parolen der Rechten seit Jahr und Tag.

Die NPD macht sich dabei aber nicht die Aussagen Thilo Sarrazins zu eigen, diese sind ja weder neu, noch wurden sie von Thilo Sarrazin erfunden, sondern Thilo Sarrazin als Person und als beliebten „Klartextpolitiker“. Die Anwerbeversuche seitens der NPD zielten doch nur auf mediale Aufmerksamkeit ab, Sarrazin ist als SPDler strategisch viel geeigneter für die NPD und deren Umfeld.

Thilo Sarrazin ist maßgeblich daran beteiligt, wenn rechte Parolen, wie die oben zitierte,  wieder als statthaftes und gutes Argument gelten. Und jetzt den „Applaus von der falschen Seite“ beklagen und zu versuchen der NPD ihre eigenen alten Parolen zu verbieten, das ist doch lächerlich. Man zitiert eben mit Quellenangabe und zu einer solchen Quelle hat sich Thilo Sarrazin selbst gemacht.

Ergänzung: Die Zeit meldet Thilo Sarrazin habe einen Sieg gegen die NPD errungen und diese dürfe nicht mehr mit seinem Namen werben. Ob man nun die Einschätzung des Gerichts teilen möchte oder nicht, es bleiben die Geister, die Thilo Sarrazin rief.

Bild: Screenshot npd.de

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