Stressbewältigung und relevante Gefahren der Atomkraft

Einem so genannten „Stresstest“ sollten die europäischen Atomkraftwerke unterzogen werden. Vernünftig, könnte man meinen. Aber würde dies nicht unangenehme Wahrheiten ans Licht bringen? Die Süddeutsche Zeitung über die „Debatte um Sicherheit von Atommeilern“:

„Terrorangriffe? Menschliches Versagen? Für die EU keine relevanten Gefahren, wenn es um Meiler-Sicherheit geht. Brüssel hat dem Druck der Atomlobby nachgegeben und verzichtet auf strenge AKW-Stresstests. (…) Ursprünglich hatten sich die 27 europäischen Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel Ende März darauf geeinigt, die 146 in der Europäischen Union betriebenen Reaktoren auf alle durch die Fukushima-Katastrophe offenbar gewordenen zusätzlichen Unfallszenarien zu überprüfen. Zudem sollte getestet werden, ob Stromversorgung, Kühlung und zusätzliche Aggregate nach Terrorangriffen, menschlichen Bedienfehlern oder in unverhofften Notsituationen sicher funktionieren. Das lehnen die westeuropäischen Aufseher strikt ab.“

Viel „Stress“ möchte man sich dann also doch nicht machen. Und menschliches Versagen ist ja nun auch wirklich nicht relevant. Immerhin könnten sich die europäischen Politiker im Falle eines Falles genau darauf berufen, sie sind ja schließlich auch nur Menschen (und Versager).

Bild: Heinz-Josef Lücking

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