Eine große Frage nochmal in den Raum geworfen

Was wollen die Islamkritiker?

Es ist ja nicht so, dass man sich entsprechende Gedanken nicht schon gemacht hätte und die richtigen Fragen noch nicht gestellt worden wären. Am 09. September 2010 wurde hier bereits ein gelungener Artikel zitiert und nun – fast ein Jahr später – finde ich den Artikel von Patrick Bahners wieder hochaktuell und in eine aktuelle Diskussion passend.

An dieser Stelle nur ein kleines Zitat von Bahners und eben auch der Hinweis, dass uns eine mögliche Antwort wohl in Norwegen gegeben wurde:

„Thomas Steinfeld hat am 1. Februar d. J. in der „Süddeutschen Zeitung“ den Islamkritikern die Frage gestellt, was eigentlich aus der Unvereinbarkeitsthese folgt. Wenn sie das in Europa aus den konfessionellen Kriegen herausgewachsene System der Religionsfreiheit verwerfen, ‚den Aufstand der Mehrheit gegen eine Minderheit organisieren wollen und das Ende der Toleranz für den Islam verlangen – was geschieht dann, ganz praktisch betrachtet‘? (…) Nicht wie aus einem Munde, aber immer lauter ertönt es heute: Der Islam ist das Problem. Was haben diejenigen gewollt, die diese Parole lancieren? Ralph Giordano und Henryk M. Broder sind redegewaltige Männer. Aber sie haben wohl kaum geglaubt, dass sämtliche Muslime deutscher Nationalität nach Lektüre der Autobiographie von Ayaan Hirsi Ali vom Glauben abfallen würden. Aber wenn nicht – was dann?“

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One Response to Eine große Frage nochmal in den Raum geworfen

  1. Klaas sagt:

    Aber sie haben wohl kaum geglaubt, dass sämtliche Muslime deutscher Nationalität nach Lektüre der Autobiographie von Ayaan Hirsi Ali vom Glauben abfallen würden.

    Das ist natürlich der Punkt. Wir haben hier die Berufs-Muslims, also die Verbände, die behaupten, für „die Muslime in Deutschland“ zu sprechen, obwohl sie für ca, 5% derselben sprechen. Und wir haben dort die Berufs-Ex-Muslims, die für noch weniger Leute sprechen.

    Und dann haben wir da in ein Vielzahl von Abstufungen, die breite Masse der Moslems, denen zu wünschen ist, daß sie endlich mehr und klügere öffentliche Sprecher finden.

    Es ist weder einem rechtschaffenen türkischen Malocher noch einem, sagen wir, einigermaßen gefestigten türkischstämmigen Schreiberling zuzumuten, sich in der Noch-Fremde und/oder Noch-nicht-ganz-Heimat wegen einer Schreihälse öffentlich von der religiösen Identität seiner Vorfahren zu distanzieren. Das wird er nicht tun, und das ist auch gut so. Wenn er es denn will: gut und gerne! Aber so etwas wird eben nicht en masse und nicht auf einen Schlag geschehen.

    Als areligöser, religionsskeptischer Mensch meine ich, daß man mit den Irgendwie-Moslems genauso gut leben kann wie mit den Irgendwie-Christen. Lewwe un lewwe losse, und ein jeder nach seiner Facon.

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