Manfred Kleine-Hartlage und ein erlaubter Umkehrschluss

Screenshot  “Pro und Contra”

Screenshot “Pro und Contra”

In der Sendung “Pro und Contra” des österreichischen Fernsehsenders Puls 4 wird der rechte Islamkritiker Manfred Kleine-Hartlage von einem islamischen Religionslehrer gefragt: „Was ist denn dann der Grund des rechtsextremistischen Terrors in Deutschland? Sie kommen ja aus Deutschland. Was ist der Grund?“ Kleine-Hartlage: „Der Grund für rechtsextremistischen Terror liegt jedenfalls nicht im Christentum. Das ist ja der Punkt über den wir hier diskutieren.“ Religionslehrer: „Und wo liegt es dann genau?“ Kleine-Hartlage: Um rechtsextremen Terror? Das müssen Sie die Rechtsextremisten* fragen, nicht mich. Ich weiß es nicht.“

Herr Kleine-Hartlage empfielt also Rechtsextremisten zu fragen, wenn es um rechtsextremistischen Terror geht und stellt sich damit selbst zur Disposition. Wäre nicht der Umkehrschluss folgender: Um islamistischen Terror? Das müssen Sie die Islamisten fragen, nicht mich. Ich weiß es nicht.“

Und an dieser Stelle wiederhole ich mich gerne nochmal: Eine Islamkritik ist nur dann vernünftig und angebracht, wenn sie in eine generelle Religionskritik eingebettet ist. Leute wie Kleine-Hartlage und seine neurechten Freunde der Sezession sind dabei völlig überflüssig.

* Kleine-Hartlage hätte natürlich auch auf Rechtsextremismusexperten verweisen können. Nur sind es ja genau diese, die auf diverse Verbindungen zwischen Neuer Rechten, „Islamkritikern“ und eben Rechtsextremisten hinweisen.

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2 Responses to Manfred Kleine-Hartlage und ein erlaubter Umkehrschluss

  1. Manfred sagt:

    Herr Kleine-Hartlage empfielt also Rechtsextremisten zu fragen, wenn es um rechtsextremistischen Terror geht und stellt sich damit selbst zur Disposition. Wäre nicht der Umkehrschluss folgender: “Um islamistischen Terror? Das müssen Sie die Islamisten fragen, nicht mich. Ich weiß es nicht.”

    Genau das habe ich getan und mich bei meiner Analyse des Islam auf dessen Selbstzeugnisse gestützt. Wer die Ursachen des islamistischen Terrors kennenlernen will, sollte – ganz recht – in der Tat die Islamisten fragen. Die sagen einem nämlich ganz unzweideutig, woran es liegt: Nicht an Ausgrenzungarmutdiskriminierungrassismus, mangelnden Sozialleistungen oder Le Pen. Sondern am Islam. Also nicht an Religion schlechthin, sondern an dieser Religion.

    Eine Islamkritik ist nur dann vernünftig und angebracht, wenn sie in eine generelle Religionskritik eingebettet ist.

    Und eine Islamkritik auf dieser Basis wird den Islam genau so lange kritisieren, bis die Moslems zahlenmäßig stark genug sind, ihr das Maul zu stopfen.

  2. Jan Wilhelms sagt:

    Altes Lied: Islamisten und faschistische „Islamkritiker“ sind sich einig.

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