Wenn ein Herzog denkt,…

…dann denkt er nur er denkt (frei nach Juliane Werding).

Roman Herzog (CDU) begründet seinen Vorschlag, die Fünf-Prozent-Hürde anzuheben so: „Angesichts immer mehr kleinerer Parteien werde der Bundeskanzler ansonsten ’nicht mehr von einer großen Mehrheit der Bevölkerung getragen‘. Diese Entwicklung gefährde die parlamentarische Demokratie, so Herzog (…)“ (Quelle: FOCUS-Online)

Wenn also bei der nächsten Wahl vier Parteien mit erreichten fünf Prozent nicht in den Bundestag kämen, dann wären zwanzig Prozent der Wähler außen vor. Das ist das Gegenteil „einer großen Mehrheit der Bevölkerung“, so oder so.

Juristen können übrigens auch eine Gefährdung der parlamentarischen Demokratie sein.

Bild: Zeitblom

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One Response to Wenn ein Herzog denkt,…

  1. Klaas sagt:

    Hähä, ich hatte gerade schon Deine Unmutsäußerung per Delicious gesehen. :mrgreen:

    Ich würde vermuten/hoffen, daß er mit dem fraglichen unsäglichen Absatz extrem verkürzt zitiert worden ist.

    Und in jedem Fall scheinen mir derlei Vorschläge noch alberner als ohnehin schon, solange man nicht sagt, welche Hürde man denn gerne hätte. 7 %? 10? 25? 50?

    Und in den Verhältniswahlrechten welcher Länder gibt’s denn schon höhere Hürden als 5 %? In der Türkei, glaube ich, mit 10…

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