Neues aus dem Naherholungsgebiet Asse

Die Braunschweiger Zeitung berichtet, der Asse-Müll könne erst 2036 geborgen werden. Soll man da nun lachen oder weinen?

Ich gehöre zu den Leuten, die behaupten, das Interesse an der Rückholung sei bei den Verantwortlichen eher gering. Wenn also jetzt von 2036, vielleicht einige Jahre mehr oder auch weniger, gesprochen wird, dann verstärkt das natürlich diesen Eindruck.

Viele Jahre wurde dort schwach- und mittelradioaktiver Abfall quasi in ein Loch gekippt, offensichtlich ganz problemlos und unbürokratisch, denn es gibt ja keine konkreten Angaben, was genau oder wie viel sich dort unten befindet. Es wird sich hinter Richtlinien und Bestimmungen versteckt, die ja eigentlich die aktuelle Situation hätten verhindern müssen, es sei denn, man hat es in der Vergangenheit damit nicht so genau genommen. Mir ist auch nichts darüber bekannt, dass Verantwortliche entsprechend zur Rechenschaft gezogen wurden.

Und nun steht 2036 im Raum, da fällt mir nichts mehr  ein.

Glaubt man Greenpeace, dann kann einen schon mulmig werden: „Weitere Optionen im Umgang mit der Asse sind neben der Rückholung des Atommülls die Vollverfüllung des Bergwerks mit Spezialbeton und anschließende Flutung mit Magnesiumchlorid oder die Umlagerung des Mülls unter Tage in neue Bohrlöcher. Bei beiden Optionen bliebe der Atommüll im absaufenden Bergwerk und würde früher oder später das Grundwasser radioaktiv verseuchen.“

Oder man verharrt einfach in gespielten Aktionismus, vielleicht stürzt das marode Bergwerk ja in den nächsten Jahren (oder Jahrzehnten) von alleine ein.

siehe auch: Florian Röpke: “Gespielter Aktionismus – vielleicht stürzt die ASSE von alleine ein”

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