Kleine Wahlnachlese aus eigener Sicht

Es ist ja inzwischen leider Standart, dass es nach jeder Wahl nur noch Gewinner gibt und jede Partei sich ihre Ergebnisse auf die eine oder andere Art schönredet. Tom Strohschneider hat für DIE LINKE einen lesenswerten Anlass zum Nachdenken geschrieben, dem ich inhaltlich weitestgehend folgen möchte.

Kein gutes Ergebnis in Wolfenbüttel

DIE LINKE konnte sich in Wolfenbüttel nicht verbessern, am Ende waren es 3,4%, im Jahr 2009 wurden bei der Europawahl 4,0% erreicht. Etwas genauer hingeschaut: 2014 wählten 1740 Wahlberechtigte DIE LINKE, 2009 waren es 1785, also 45 Wählerinnen und Wähler mehr. Und an genau dieser Stelle bin ich schon enttäuscht. Unabhängig von der gleichzeitig stattfindenden Bürgermeisterwahl und einer gestiegenen Wahlbeteiligung – beides mögliche Gründe für ein prozentuales Absinken einer kleineren Partei – haben wir es in der Summe nicht geschafft mehr Wählerinnen und Wähler zu überzeugen.

Wollen wirklich so viele Menschen das Freihandelsabkommen TTIP?

In Wolfenbüttel haben CDU und sPD als offizielle Befürworter des Freihandelsabkommens TTIP zusammen mehr als 70% der Wählerstimmen erhalten. Wenn jetzt also dieses Freihandelsabkommen kommt und wenn es auch nur halb so schlimm ist, wie befürchtet und plausiblel von verschiedenen Akteuren dargelegt, was sagt man den Leuten am nächsten Infostand in der Innenstadt? Dann möchte es doch niemand mehr gewesen sein und der Zusammenhang zwischen Europawahl und Freihandelsabkommen ist in weite Ferne gerückt. Man  hätte hier viel konkreter und offensiver dieses Thema in den Mittelpunkt stellen können.

Zukünftig die richtigen Worte finden

Was für das Freihandelsabkommen gilt, trifft auch an anderer Stelle zu: Die rechtskonservative und marktradikale Alternative für Deutschland ist auch in Wolfenbüttel der Gewinner der Wahl, das muss man so deutlich sagen. Und wenn ich von anderen Parteien schon nichts erwarte, dann hätten zumindest die LINKEN (also auch ich natürlich) gerade mit diesem politischen Mitbewerber erheblich härter ins Gericht gehen müssen.

Das Positive

Der politische Frühschoppen mit Dr. Diether Dehm am Akazieneck war eine sehr gute und auch erfolgreiche Veranstaltung, auch unsere Wahlparty hat wieder Spaß gemacht und war ebenfalls sehr gut. Sehr gut waren auch unsere Infostände und die Verteilaktionen. Es gab viele interessante und nette Gespräche und über die Anzahl und das Engagement unserer Helferinnen und Helfer, bzw. der so genannten Aktiven, können wir uns nicht beklagen. An dieser Stelle daher ein großes DANKE.

Natürlich erhebt diese kleine Wahlnachlese keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zudem stellt sie lediglich meine eigene Meinung dar.

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One Response to Kleine Wahlnachlese aus eigener Sicht

  1. […] persönliche Auswertung zur EU-Wahl habe ich bereits veröffentlicht, in den nächsten Tagen werde ich hier dann nochmal das Thema aufgreifen. Ebenso natürlich unsere […]

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