AfD – „Arrest für Schüler, Zwangsarbeit für Eltern“

tagesspiegelDer Soziologe Andreas Kemper hat dem Tagesspiegel ein interessantes Interview gegeben, in dem er u.a. feststellt, die AfD sei keinesfalls familienfreundlich, sondern betreibe eine Bevölkerungspolitik zugunsten eines bereits mehrfach privilegierten Milieus. Forderungen nach bürgerlichen Leitbildern seien in internen Papieren zu finden, wonach Schüler und Schülerinnen die dagegen verstießen „in ‚Benimmkursen‘ ausgesondert“ würden. Eltern hättenen „diese ‚Nacherziehung‘ zu bezahlen, sind sie dazu nicht in der Lage, müssen sie mit Zwangsarbeit die Kosten dieser ‚Dienstleistung‘ an Schulen abarbeiten“, so Kemper. Er kommt zu dem Schluss, dass die AfD eigentlich rückwärtsgewandte Positionen einnehme und somit für eine stärkere Disziplinierung und für den Vorrang von Sekundärtugenden gegenüber Tugenden wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität sei. Die Strategie bestünde darin, „die Spießigkeit, die in den Forderungen steckt, emanzipatorischen Forderungen entgegenzuhalten. Der Spieß wird umgedreht. Eine Sexualpädagogik der Vielfalt wird zur Tyrannei und Umerziehung, weil ja diejenigen, die gegen Vielfalt sind, unterdrückt werden. So können Aktivistinnen, die mit den Legionären Christi zusammenarbeiten, die eine Pädagogik der Heiligenverehrung und Beichte vertreten, als ’neue Feministinnen‘ auftreten.“

Mehr zur so genannten Alternative für Deutschland

 

 

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One Response to AfD – „Arrest für Schüler, Zwangsarbeit für Eltern“

  1. […] doch wo man sich heute befindet. In diesem Fall ist das eine rechte und marktradikale Partei. Eine familienunfreundliche Partei, die Bevölkerungspolitik zugunsten eines bereits mehrfach privilegierten Milieus betreibt […]

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