AfD – Da brat mir einer einen Storch!

Screenshot via Facebook

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So ein bischen sprachlos macht mich die Frau von Storch da schon, zugegeben. Es ist aber wohl im Grunde nur ein guter Erklärungsansatz dafür, wie man bei der AfD offensichtlich tickt. Eigentlich muss man ganz leise sein und horchen, ob da überhaupt irgendwas tickt. Fassen wir also diesen Offenbarungseid menschlicher Kleingeistigkeit zusammen: Wenn Pest gegen Cholera demonstriert, oder umgedreht, dann befinden sich trotzdem auf einer Seite immer die Guten. Diese Herangehensweise ist nicht neu und wird von Rechtsabbiegern gerne als Totschlagargument genutzt: Wer z.B. gegen die Todesstrafe ist, der ist im Gegenzug automatisch für die Verbrecher oder deren Verbrechen. Wenn man der Parole „Todesstrafe für Kinderschänder“ nicht folgen möchte, dann ist man in den Augen solcher Leute schnell ein Befürworter der Kinderpornographie. Und das ist leider so absurd wie inzwischen wirkungsvoll, weil auf diesem Niveau natürlich nicht gerne weiter diskutiert wird. Die Redewendung, nach der der Klügere nachgibt, öffnet der Dummheit Tür und Tor.

Nebenbei: Bei Frau von Storch schwingt natürlich auch die Mär vom angeblich linken Zeitgeist mit, einer rechten Wahnvorstellung, die das Denkvermögen erheblich schädigen kann. Im Endstadium wird sogar von einer alle Medien beherrschenden „linksrotgrünen Meinungsdiktatur“ fantasiert. Leider kommt da jegliche Hilfe oft zu spät und man ist dann tatsächlich der Meinung, weil in Köln rechte Hooligans randaliert haben, wäre es nun das linke Gebot der Stunde sich auf die Seite der Salafisten zu stellen.

Trotzdem eine kurze und verständliche Antwort an Frau von Storch: Nein, das müssen Sie nicht.

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One Response to AfD – Da brat mir einer einen Storch!

  1. Der nächste Kommentar von ihr war eigentlich noch besser. Da hieß es dann nämlich „[…] Aber die Grünen und DGB&Co haben […] zur Gegendemo aufgerufen- bevor es irgendwo zu Gewalt kam. […] Eine Demo GEGEN die Antisalafistendemo. Richtig?“

    Wenn man das jetzt oberflächlich mit „Dummheit“ abtut, greift man da deutlich zu kurz. Die Frau ist gefährlich. Diesen Spin, die Gegendemo so hinzustellen, als wäre es keine Demo GEGEN Nazis, sondern FÜR Salafisten, muss man erst mal hinkriegen. Denn selbstverständlich war allen Beteiligten bereits zuvor klar, was unter „unpolitischen Hooligans“ zu verstehen ist. Und die Kameraden haben sich dann ja auch alle Mühe gegeben, die Vorurteile zu bekräftigen…

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