Presseschau KW 46

++ Der Philosophie steht eine neue grosse Zeit bevor ++ Das Milgram-Experiment der Wirtschaftsweisen ++ Wie soziale Medien Wahlen beeinflussen ++ Zum Hass erzogen ++ Zur Hölle, wer sind denn diese Anderen? ++ Gefühlte Wahrheiten ++ Die Kamikaze-Wähler ++ Donald Trump ist die Quittung ++ Warum die Wiener so günstig wohnen können ++ Die völkische Offensive zur Eroberung der Meinungsherrschaft ++ Freund und Feind im Streit vereint ++ Was ist heute noch links und was rechts? ++

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Richard David Precht über die Gegenwart: „Der Philosophie steht eine neue grosse Zeit bevor“ – Neue Züricher Zeitung

„Der deutsche Philosoph Richard David Precht lotet im Gespräch die schmale Grenze zwischen Tief- und Schwachsinn aus und erörtert, wozu das Nachdenken übers Leben in politischen Umbruchphasen dienst.“

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Das Milgram-Experiment der Wirtschaftsweisen – Makroskop

„Der jährliche Bericht der sogenannten Wirtschaftsweisen bietet – wie immer – interessanten Anschauungsunterricht zur Sozialkompetenz der deutschen ‚Ökonomen-Elite‘.“

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Wie soziale Medien Wahlen beeinflussen – Spiegel Online

„Meinungsroboter, Filterblasen und virale Lügengeschichten: Die Rechten haben sehr viel besser als ihre politischen Gegner verstanden, wie soziale Medien funktionieren.“

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Zum Hass erzogen – Zeit Online

„Antisemitische Ressentiments breiten sich wieder aus und gefährden unsere Demokratie. Auch Flüchtlinge bringen Vorurteile mit. Wir müssen Aufklärung leisten!“

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Für eine neue Debattenkultur: Zur Hölle, wer sind denn diese Anderen? – Neue Züricher Zeitung

„Bei Donald Trumps Wahl haben sie sich zu Wort gemeldet: Menschen, die bisher ausserhalb der Wahrnehmung gutsituierter intellektueller Kreise lagen. Und so langsam wächst das Bewusstsein, dass es eine neue Debattenkultur braucht. Nicht nur in den USA.“

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Gefühlte Wahrheiten – Zeit Online

„Menschen überschätzen Ungleichheit und Migration, aber unterschätzen die Zahl von Übergewichtigen und Politikerinnen. Die Lücke bietet Raum für Populismus.“ [Im Nachgang gibt es hier noch eine Ergänzung zum Text.]

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Die Kamikaze-Wähler – futurezone

„Manche Wahlergebnisse muss man wohl genau auf diese Weise verstehen: Es geht nicht darum, das oberflächlich betrachtet beste Ergebnis für sich selbst zu erreichen. Mehr Freude als der eigene Vorteil bringt manchmal der Frust, den man anderen verursachen kann. Wer das Gefühl hat, ungerecht behandelt zu werden, schadet sich gerne ganz bewusst selbst, wenn er die Hoffnung hat, dem verhassten Establishment damit noch mehr zu schaden. Das Verhalten ist nicht irrational – nur eben destruktiv.“

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US-Wahl: Donald Trump ist die Quittung – le Bohémien

„Nichts könnte die Ignoranz der liberalen Meinungselite mehr verdeutlichen als eben solche Reaktionen auf Trumps Wahlsieg, die jetzt plötzlich die Demokratie gefährdet sehen. Geflissentlich übersehen wird, dass an den sogenannten ‚Checks und Balances‘ in den westlichen Demokratien schon seit Jahrzehnten gefeilt wird. Nicht von irgendwelchen Populisten, nicht von dem Volk oder dem ‚angry white man‘, sondern von den wirtschaftlichen und politischen Eliten höchst selbst. Die Erschütterungen, denen das neoliberale Projekt nun ausgesetzt ist – Trump, der Brexit, die Rückkehr des Nationalismus – sind Symptom des verzweifelten Aufbäumens eines immer machtloser werdenden Souveräns.“

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Report: Warum die Wiener so günstig wohnen können – Süddeutsche Zeitung

„In München, Hamburg und Berlin steigen die Mietpreise kräftig, ebenso in anderen Großstädten. Auch in Wien – und dennoch kann man hier trotz einer rasant wachsenden Bevölkerung auch heute noch eine gut gelegene Wohnung für unter zehn Euro pro Quadratmeter finden. ‚Wien gilt international als Beispiel für einen funktionierenden Markt für günstigen Wohnraum‘, sagt der Ökonom Claus Michelsen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Und das hat die Stadt ihrer 90 Jahre alten Politik des sozialen Wohnbaus zu verdanken, die unter anderem den Goethehof hervorgebracht hat.“

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Compact-Magazin: Die völkische Offensive zur Eroberung der Meinungsherrschaft – ÜberMedien

„Am Ende stehen sie alle nebeneinander auf der Bühne und fassen sich an den Händen. Gemeinsam wollen sie die Macht in Deutschland erobern: die AfD in den Parlamenten, Pegida auf den Straßen und die Identitäre Bewegung überall, wo es wehtut – über alle Differenzen hinweg vereint von Jürgen Elsässer, dem Chefredakteur des ‚Compact‘-Magazins, der sie hier in Berlin zusammengebracht hat und nun seine und ihre Hände in die Höhe reißt.“

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Freund und Feind im Streit vereint – neues deutschland

„Nach dem ‚Trump-Schock‘: Warum die politische Unterscheidung zwischen Links und Rechts jetzt wichtiger ist denn je.“

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(Aus dem Archiv) – Soziologe Armin Nassehi: Was ist „links“ und was ist „rechts“? – Deutschlandfunk (2015)

„Seit der Französischen Revolution wird das politische und soziale Leben in den Kategorien von ‚rechts‘ und ‚links‘ sortiert. Das ist zu unterkomplex, meint der Soziologe Armin Nassehi in seinem Werk „Die letzte Stunde der Wahrheit“. Um die immer unübersichtlichere Gegenwart zu ordnen und zu verändern, brauche es eine kollektiv gesellschaftliche Empathie.“

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(Aus dem Archiv) – Was ist heute noch links und was rechts? – Die Welt (2015)

„Der Soziologie-Professor Armin Nassehi erklärt, warum rechte und linke Sichtweisen naiv sind, wie er die Zukunft unserer Gesellschaft sieht und warum der politische Liberalismus in der Krise steckt.“

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