Mein Austritt aus der Partei DIE LINKE

„Bei der Ratsgruppe wird es keine Veränderungen geben, nur werde ich ab sofort wieder parteilos für DIE LINKE Kommunalpolitik machen und eben ausschließlich Kommunalpolitik.“

Liebe Leserinnen und Leser,

im April 2012 habe ich als so genanntes fraktions- und gruppenloses Einzelmitglied parteilos für DIE LINKE meine Arbeit im Rat der Stadt Wolfenbüttel begonnen. Bereits im Dezember 2012 habe ich mit Gabriele Lörchner (ehemals SPD) die Gruppe „Bündnis für soziale Gerechtigkeit / DIE LINKE“ gebildet, deren Vorsitzender ich seitdem war. Im Februar 2014 bin ich dann in die Partei DIE LINKE eingetreten und wurde kurze Zeit später Kreisvorsitzender. Im September 2016 wurde ich als Kanditat über meinen Wohn- und Wahlbezirk erneut in den Rat der Stadt Wolfenbüttel gewählt. In der neuen Ratsperiode bilde ich mit André Owczarek und Martina Hattendorf von den Piraten die Gruppe Linke/Piraten, zu deren Vorsitzenden ich gewählt wurde. Bei den Vorstandswahlen Ende 2016 habe ich dann nicht mehr für den Kreisvorsitz der Wolfenbütteler Linken kandidiert, um mich mehr um die Kommunalpolitik kümern zu können.

Was ich seit einiger Zeit mit mir herumtrage: Meine Zugehörigkeit zu einer Partei hat mich nie wirklich glücklich gemacht, wirklich zugehörig fühlte ich mich fast ausschließlich der Kreispartei. Ich habe regelmäßig die sprichwörtliche gute Miene zum bösen Spiel gemacht, wenn sich mal wieder ein für mich erschreckender Blick hinter den öffentlichen Vorhang der Landes- und Bundespartei ergeben hat. Wenn es um Posten, Pöstchen, Anstellungen, Karriere und Geld geht, unterscheidet sich die LINKE nicht merkbar von den anderen Parteien, so mein Eindruck. Dies und ein paar weitere Gründe haben nun dazu geführt, dass ich aus der Partei austrete.

Weiterhin stehe ich der LINKEN politisch nahe, aber nicht so nahe, dass eine Mitgliedschaft für mich weiterhin gerechtfertigt wäre. Wir haben schon früher auf dieser Basis gut zusammengearbeitet und so wird es nun auch wieder sein. Bei der Ratsgruppe wird es keine Veränderungen geben, nur werde ich ab sofort wieder parteilos für DIE LINKE Kommunalpolitik machen und eben ausschließlich Kommunalpolitik. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich ohne Parteibuch weitermachen werde, an meiner politischen Arbeit vor Ort wird sich dadurch nichts ändern.

Siehe auch: Personelle Veränderungen bei der LINKEN: Vier Rücktritte und zwei Austritte

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One Response to Mein Austritt aus der Partei DIE LINKE

  1. […] Wolfenbüttel. Bei der LINKEN in Wolfenbüttel ist es zu einigen personellen Veränderungen gekommen. Nachdem die Kreisvorsitzende Nadja Frick, der stellvertretende Kreisvorsitzende Necip Yuvanc, der Kreisschatzmeister Arnfred Stoppok und der Kreisschriftführer André Owczarek ihre Ämter niedergelegt hatten, haben Frick und der langjährige Kreisvorsitzende und Vorsitzende der Gruppe „LINKE/Piraten“ im Stadtrat, Florian Röpke, nun auch die Partei verlassen. […]

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