Personelle Veränderungen bei der LINKEN: Vier Rücktritte und zwei Austritte

Wolfenbüttel. Bei der LINKEN in Wolfenbüttel ist es zu einigen personellen Veränderungen gekommen. Nachdem die Kreisvorsitzende Nadja Frick, der stellvertretende Kreisvorsitzende Necip Yuvanc, der Kreisschatzmeister Arnfred Stoppok und der Kreisschriftführer André Owczarek ihre Ämter niedergelegt hatten, haben Frick und der langjährige Kreisvorsitzende und Vorsitzende der Gruppe „LINKE/Piraten“ im Stadtrat, Florian Röpke, nun auch die Partei verlassen.

André Owczarek zu seinem Rücktritt: „Ich lege mein Amt als Schriftführer zum 20.06. nieder, da ich es aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen nicht schaffe, es so auszufüllen wie es nötig wäre. Ich will niemandem im Wege stehen, der sich hier mit vollem Elan einbringen will. Der Partei bleibe ich natürlich erhalten, aber meine politische Arbeit wird sich künftig vorwiegend auf den Rat konzentrieren.“

Arnfred Stoppok zu seinem Rücktritt: „Mit der Übernahme des Landesvorsitzes in der größten deutschen Diabetes-Selbsthilfeorganisation und einem Fraktionsvorsitz im Kreistag hat sich für mich ein Zeitaufwand ergeben, der es mir unmöglich macht, meine Tätigkeit im Kreisvorstand befriedigend weiterzuführen. Zudem muss ich auch einfach an meine Gesundheit denken. Künftig werde ich mich verstärkt auf den Fraktionsvorsitz im Kreistag konzentrieren.“

Nadja Frick: „Ich habe das Amt der Kreisvorsitzenden nie zur eigenen Zufriedenheit ausfüllen können. Mein Beruf, sowie ehrenamtliche und sportliche Verpflichtungen ließen leider keinen wirklichen Raum für diese Aufgabe. Durch andere Ehrenämter haben sich für mich mittlerweile auch andere Möglichkeiten ergeben, mich sehr praktisch gegen Ausgrenzung und Rassismus einzusetzen, die mir besser liegen als die Parteiarbeit als Kreisvorsitzende. Zudem war ich inhaltlich in der Vergangenheit nicht immer im Reinen mit der Partei. Somit habe ich nun die Konsequenzen gezogen und lege das Amt zum 20. Juni nieder und gebe mein Parteibuch ab.“

Florian Röpke: „Bei unserer Ratsgruppe bleibt alles, wie es ist. Weiterhin stehe ich der LINKEN politisch nahe, aber nicht so nahe, dass eine Mitgliedschaft für mich gerechtfertigt wäre. Wir haben schon früher auf dieser Basis zusammengearbeitet und so wird es nun auch wieder sein. Meine Zugehörigkeit zu einer Partei hat mich nie wirklich glücklich gemacht und so habe ich in enger Absprache mit meinen Mitstreitern den einzigen für mich vertretbaren Schritt gemacht.“

Alle Beteiligten betonten, dass man nicht im Streit auseinandergehe, sondern die Konsequenzen aus einer monatelangen Flaute des Parteilebens nach der letzten Kommunalwahl gezogen habe. Man arbeite daran, unter den neuen Bedingungen zur Zufriedenheit aller die Arbeit des Kreisverbandes wieder zu beleben und im jeweiligen Bereich unbelasteter an die Arbeit heranzugehen.

Der Kreisverband wird am 20. Juni in einer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählen.


Pressemitteilung vom 22.06.2017

Nachwahlen nach Rücktritten: LINKE wählt Interimsvorstand

Wolfenbüttel. Mit der Nachwahl eines Interimsvorstands bis Februar 2018 hat der Wolfenbütteler Kreisverband der Partei DIE LINKE, die durch zahlreiche Rücktritte entstandene personelle Lücke vorerst geschlossen. Einmütig wählten die Delegierten André Owczarek und Arnfred Stoppok in einen Kreisvorstand, der fortan als gleichberechtigter Sprecherrat agieren wird. Hartmut Schulz hatte auf einen Rücktritt verzichtet und somit den Weg für ein unkompliziertes Nachwahlverfahren in den bestehenden Vorstand geebnet. Stoppok und Owczarek waren zwar zunächst aus verschiedenen Gründen zurückgetreten, erklärten sich aber auf der Sitzung bereit, bis nach der Landtagswahl die Geschäfte des Kreisverbandes weiterzuführen. Der Sprecherrat besteht somit aus Hartmut Schulz, Arnfred Stoppok und André Owczarek. Um eine zeitliche Entlastung des Vorstands zu ermöglichen, werde die Arbeit im Kreisverband künftig wesentlich projektorientierter in Arbeitsgruppen zu konkreten Aufgabestellungen organisiert werden. „Mit solch einem Ansatz sind wir voll auf der Höhe der Zeit und kommen Menschen mit knappen Zeitressourcen oder einem flexiblen Arbeitsleben entgegen, die sich trotzdem gern aktiv an linker Politik beteiligen wollen. Ich bin guter Dinge, dass wir in diesem Prozess neue Menschen für die Arbeit in den festen Gremien des Kreisverbandes gewinnen werden und somit im Februar die angestrebte personelle Erneuerung des Vorstandes vollenden können“, so Owczarek.

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  1. […] Siehe auch: Personelle Veränderungen bei der LINKEN: Vier Rücktritte und zwei Austritte […]

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