RegionalWolfenbüttel: Neue Schlossplatz-Idee – Das sagen die Fraktionen

„Ganz grundsätzlich halten wir eine Überplanung des Schlossplatzes, wie es die AfD beantragt, zum jetzigen Zeitpunkt für unverantwortlich und die dadurch entstehende Verzögerung in der Fertigstellung den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber für nicht vermittelbar.“ (Bild: Thorsten Raedlein/Stadt Wolfenbüttel)

„Die AfD im Rat der Stadt würde es gerne sehen, dass die Grundrisse der Häuser, die man kürzlich auf dem Schlossplatz fand, dreidimensional nachgestellt und Geschichte so erlebbar gemacht wird. […] Der Fund der etwa 60 Häuser, beziehungsweise die Überreste davon, sollten laut eines Vorschlags der AfD im Rat der Stadt in die Neugestaltung des Schlossplatzes einfließen. Man könne beispielsweise, so die AfD, die Grundrisse dreidimensional rekonstruieren und als Erlebnisplatz zugänglich machen. Als Beispiel verweist die AfD auf Regensburg. […]

Florian Röpke: ‚Ganz grundsätzlich halten wir eine Überplanung des Schlossplatzes, wie es die AfD beantragt, zum jetzigen Zeitpunkt für unverantwortlich und die dadurch entstehende Verzögerung in der Fertigstellung den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber für nicht vermittelbar. Dann ist es auch nicht so, dass die dortigen Wohnhäuser unbekannt waren und erst jetzt gefunden wurden. Dass dort 60 Häuser gestanden haben, war bereits bekannt, dass noch etwas von ihnen übrig ist, das war die Neuigkeit der letzten Wochen und diese Neuigkeit rechtfertigt für uns die beantragte Umplanung und damit einhergehende zeitliche Verzögerung nicht.

Wir möchten noch einige Kleinigkeiten kommentieren:

  • Herr Dr. Wolfrum beschreibt den zukünftigen Schlossplatz als „steril, glatt und fad“. Im Sinne der Barrierefreiheit ist es sehr sinnvoll, dass der Platz „glatt“ ist. Unser Gesamteindruck ist allerdings, dass er dadurch und insgesamt weder „steril“, noch „fad“ wirkt.
  • Herr Dr. Wolfrum spricht von „exorbitant hohen Gesamtkosten des Schlossplatzumbaus“. Der Umbau ist natürlich nicht günstig, gewaltig und außerhalb der Maßstäbe – exorbitant meint dies – ist er aber ganz bestimmt nicht.
  • Herr Dr. Wolfrum schreibt, die Anschaffung der Infobox wäre damals im Stadtrat mit „rausgeschmissenem Geld“ kommentiert worden. Dieser Vorwurf ist gefallen – wir hielten und halten ihn für falsch. Allerdings gehört hier zur Wahrheit ebenfalls, dass eine große Mehrheit im Rat diese Infobox haben wollte – sonst würde es sie ja nicht geben.
  • Herr Dr. Wolfrum sagt, er sehe in der Infobox selten interessierte Bürger. Das kann natürlich sein. Ich selbst sehe dort hingegen regelmäßig interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zudem sollte sich Herr Dr. Wolfrum nochmal Sinn und Zweck der Infobox ins Gedächtnis rufen, diese soll hauptsächlich Großbaustellen mit Informationen für Bürgerinnen und Bürger begleiten und eben kein Mini-Museum sein.'“

Quelle: RegionalWolfenbüttel, 16.08.2018

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