Anmerkung zur Presseschau

11. Oktober 2017

Im Bereich „Über mich und dieses Blog“ schreibe ich, dass ich hier regelmäßig lesenswerte Artikel verlinke, also eine eine kleine Presseschau betreibe. „Diese Artikel müssen nicht zwangsläufig meine persönliche Meinung widerspiegeln, es kann auch einfach mal der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand sein.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Der NPD-Zirkus kommt in die Stadt

29. Juni 2017

Das Bundesverfassungsgericht hat unlängst festgestellt, dass die Programmatik der NPD auf die Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gerichtet und verfassungsfeindlich sei. Weil die NPD inzwischen nahezu ohne Einfluss ist, wurde sie nicht verboten und bleibt demnach wegen Belanglosigkeit weiterhin erlaubt.

Das ist natürlich gerade für Kommunen, die sich mit dem Neonazi-Wanderzirkus auseinandersetzen müssen, sehr unbefriedigend, weil in der Regel die Versammlungen stattfinden dürfen. Demnach wird also gleich die NPD in Wolfenbüttel auftreten, von der man weiß, dass sie – hätte sie größeren Einfluss – unmittelbar vor dem Verbot stünde oder bereits verboten wäre. Dies legitimiert durch Gerichte eines Staates, den diese Partei beseitigen und ersetzen will. Damit kann kein Demokrat zufrieden sein.

Aber die NPD wird auch in Wolfenbüttel dem Bundesverfassungsgericht insofern recht geben, als sie ab 11 Uhr vor dem Bankhaus Seeliger auch ihre Belanglosigkeit zur Schau stellen wird.


Kein Herz oder keinen Verstand

20. Dezember 2016

„Hoffentlich war es kein Flüchtling!“ – Ist mir so und ähnlich gestern mehrfach durch die Timelines sozialer Medien grauscht. Zu diesem Zeitpunkt sprach man von zehn Toten und ca. 50 teilweise Schwerverletzten. Wessen Hauptsorge es in einem solchen Moment ist, dass hoffentlich kein Flüchtling an der Tat beteiligt sei, dass bloß nicht die falschen Leute und Parteien das schreckliche Ereignis für sich nutzbar machen könnten, der oder die hat keinen Verstand.

„Das sind Merkels Tote!“ – Ist mir so und ähnlich auch gestern mehrfach durch die Timelines sozialer Medien grauscht. Zu diesem Zeitpunkt sprach man ebenfalls von zehn Toten und ca. 50 teilweise Schwerverletzten. Wessen Hauptanliegen es in einem solchen Moment ist, aus diesem schrecklichen Ereignis politischen Profit zu schlagen, der oder die hat kein Herz.

Ein erster Schritt um Herz und Verstand in Einklang zu bringen: Einfach mal den Mund halten.

Die Bekundung von Trauer und Anteilnahme ist davon selbstverständlich ausgenommen.

 

 


Kommentar zu den „Kamikaze-Wählern“

15. November 2016

Florian Aigner verweist in seinem sehr lesenswerten Artikel über die „Kamikaze-Wähler“ auf die Spieltheorie, hier auf das so genannte Ultimatumspiel. Ich bin ihm dafür dankbar und möchte diesen einen Punkt aufgreifen, weil es mal einen anderen Zugang auf Wahlentscheidungen anbietet: „Sie wählen, um andere zu ärgern. Manchmal ist das Ansporn genug. Die Bedeutung dieses Wahlmotivs wird oft unterschätzt.“ Den Rest des Beitrags lesen »