Kein Herz oder keinen Verstand

20. Dezember 2016

„Hoffentlich war es kein Flüchtling!“ – Ist mir so und ähnlich gestern mehrfach durch die Timelines sozialer Medien grauscht. Zu diesem Zeitpunkt sprach man von zehn Toten und ca. 50 teilweise Schwerverletzten. Wessen Hauptsorge es in einem solchen Moment ist, dass hoffentlich kein Flüchtling an der Tat beteiligt sei, dass bloß nicht die falschen Leute und Parteien das schreckliche Ereignis für sich nutzbar machen könnten, der oder die hat keinen Verstand.

„Das sind Merkels Tote!“ – Ist mir so und ähnlich auch gestern mehrfach durch die Timelines sozialer Medien grauscht. Zu diesem Zeitpunkt sprach man ebenfalls von zehn Toten und ca. 50 teilweise Schwerverletzten. Wessen Hauptanliegen es in einem solchen Moment ist, aus diesem schrecklichen Ereignis politischen Profit zu schlagen, der oder die hat kein Herz.

Ein erster Schritt um Herz und Verstand in Einklang zu bringen: Einfach mal den Mund halten.

Die Bekundung von Trauer und Anteilnahme ist davon selbstverständlich ausgenommen.

 

 


Kommentar zu den „Kamikaze-Wählern“

15. November 2016

Florian Aigner verweist in seinem sehr lesenswerten Artikel über die „Kamikaze-Wähler“ auf die Spieltheorie, hier auf das so genannte Ultimatumspiel. Ich bin ihm dafür dankbar und möchte diesen einen Punkt aufgreifen, weil es mal einen anderen Zugang auf Wahlentscheidungen anbietet: „Sie wählen, um andere zu ärgern. Manchmal ist das Ansporn genug. Die Bedeutung dieses Wahlmotivs wird oft unterschätzt.“ Den Rest des Beitrags lesen »