Presseschau KW 03/18

15. Januar 2018

++ Zuckerbergs Monster ++ Die Rückkehr der Meinungspolizei ++ Den Rest des Beitrags lesen »

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Presseschau KW 37

13. September 2017

++ Spröde Sprachstanzen wie aus Sodom und Gomorra ++ Fehlende Chancengleichheit ist sozialer Sprengstoff ++ Asoziale Gerechtigkeit ++ Auf dem Weg in den totalitären Staat… ++ Wenn Meinungsforscher die falschen Wörter verwenden ++ Wieso sind die so wütend? ++ Armes deutsches Würstchen ++ Soziale Medien zu überschätzen, wäre auch falsch ++ Es gibt keinen deutschen Humor ++ Ermächtigungsgesetz und Euthanasie ++ Wie konnte so ein Monster im Namen der Religion entstehen? ++ Den Rest des Beitrags lesen »


Presseschau KW 34

20. August 2017

++ Was hält Demokratien zusammen? ++ Die Grenzen der Umverteiler ++ Man soll nicht eine Zeitung bekämpfen, sondern islamistischen Terror ++ Die SPD hat den Löffel längst abgegeben ++ Was war welche Linke? ++ Wut ist zu wenig ++ Jude wird täglich auf Schulhöfen als Schimpfwort benutzt ++ Vor Auschwitz ++ Warum lebt Ihr dann in Deutschland? ++ In Syrien sind alle böse ++ Immer auf die Dicken ++ Der Pranger als politische Waffe ++ Gleichheit ist langweilig ++ Kubitschek träumt ++ Keine Voraussetzungen für Filterblasen ++ Den Rest des Beitrags lesen »


Die AfD, die BILD als Quelle, rechter Hetz-Humbug

11. September 2014

Nachdem hier gestern der Geruch von Bohnerwachs und Spießigkeit in der Luft lag, wird es heute mal ganz praktisch und zudem fast tagesaktuell. Was passiert eigentlich, wenn die AfD auf Facebook einen Artikel der BILD teilt?

Das BILDblog berichtet über einen hetzerischen und sachlich falschen Artikel aus der BILD, demnach Sanitäter in Bautzen aus Angst vor „Attacken im Asyl-Hotel“ schon Schutzwesten trügen. Die Wahrheit sei aber, dass das Rote Kreuz sich zwar Schutzwesten besorgt habe, diese aber in keinem Zusammenhang mit dem Asylbewerberheim Bautzen stünden. Das Rote Kreuz habe die Westen also nicht wegen des Asylbewerberheims angeschafft, sondern einfach damit die Sanitäter bei Einsätzen mit alkoholisierten, drogenabhängigen oder geistig verwirrten Personen besser geschützt seien und dies völlig unabhängig vom Einsatzort.

Die Alternative für Deutschland hat diesen Artikel natürlich bei Facebook geteilt und kommentiert: „Dass nun sogar schon unsere Rettungssanitäter das Asylbewerberheim in Bautzen nur mit Schutzwesten betreten dürfen, ist mehr als bedenklich“. Hier eine kleine Auswahl an AfD-Fan-Reaktionen: „Solche Dreckspatzen sollte man verrecken lassen!!!!!!!“, „Raus mit dem kriminellem Pack. Basta !“, „Rettungsdanitäter mit Rettungswesten???? Geht ja gar nicht!!!!! Für was brauchen Asylanten Sanitäter??? Die müssen dankbar sein, dass wir Deutschen so dreckiges Gesocks überhaupt aufnehmen!! Die Füßen müssen sie uns Deutschen küssen!!!! […]“, „Soweit sind wir durch unsere übertriebene Multi-Kulti-Loyalität gekommen. […]“, „Großes Schiff. Care-Paket für die Reise, Bundeswehr“reisebegleiter“ mit genügend Waffen im Anschlag und gute Heimreise. Ganz einfach. […]“, usw. usw. usw..

Die AfD, bzw. deren Facebookbeauftragte(r) haben/hat dann begonnen Beiträge zu löschen, allerdings nur solche, die auf den Artikel im BILDblog hingewiesen haben, die rechte Hetze blieb stehen. Inzwischen (quasi über Nacht) wurde dann aber doch das ganze Posting gelöscht, die Aufmerksamkeit für diese Blödheit und die ganze rechte Hetze ist dann wohl doch zu groß geworden. Nicht, dass da noch jemand auf die Idee käme die Medienkompetenz der AfD zu beurteilen oder gar die Partei in eine rechte Ecke zu stellen.


Gegen die Instrumentalisierung von Missbrauchsopfern durch Neonazis

13. März 2012

Aufgrund der Verurteilung eines Menschen aus dem Landkreis Wolfenbüttel wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen rufen ein stadtbekannter Wolfenbütteler Neonazi und zwei weitere Personen zu einer Demonstration gegen „Kinderschänder“ am 25. März in Wolfenbüttel auf.

Wir wollen hier weder die Tat des Missbrauchs an sich, noch die Auswirkungen auf die Opfer verharmlosen. Kindesmissbrauch ist eine fürchterliche Tat.

Wir wollen hier lediglich auf die fadenscheinige und verlogene Instrumentalisierung der Missbrauchsopfer zu politischen Zwecken aufmerksam machen, denn:

Initiatoren dieses Aufrufes bei facebook sind drei Personen, von denen zumindest zwei aufgrund ihrer Profilgestaltung und/oder ihres öffentlichen Auftretens dem eindeutig rechtsradikalen bis neonazistischen Lager zuzuordnen sind. Auch etliche der Teilnehmer an dieser -bislang nicht angemeldeten- Demonstration machen auf ihren Profilen aus ihrer Nazigesinnung keinen Hehl, posten dort eindeutig strafrechtlich relevante Inhalte vom Mordaufruf bis hin zur offenen Verehrung von Adolf Hitler. In letzter Zeit ist ein vermehrtes „Engagement“ von Nazis in dieser Hinsicht zu bemerken, was unserer Meinung nach den Anfang in der NPD-Kampagne „Todesstrafe für Kinderschänder“ hatte. Die Nazi-Szene versucht hier über ein verständlicherweise emotional extrem aufgeladenes Thema weiter in die Gesellschaft vorzudringen und vordergründig unpolitische Schulterschlüsse zur bürgerlichen Mitte zu schließen, um so ihre kruden Vorstellungen von Hass, Gewalt, Lynchjustiz und Mob-Mentalität weiter im Volk zu verbreiten.

Beachten Sie dabei bitte immer: ES GEHT DEN NAZIS NICHT UM DIE OPFER!
Kinderschutz über den eigenen wie auch immer definierten Dunstkreis hinaus war und ist den Nazis allgemein aus rein ideologischen Gründen vollkommen egal:

– Wir alle erinnern uns z.B. an Nazi-Brandanschläge auf Häuser von MigrantInnen, bei denen auch Kinder ums Leben kamen. Wo war da der Ruf der NPD nach härteren Strafen für die Täter?
-Wir alle erinnern uns z.B. an die Zeit, in der die Nazis an der Macht waren und ihre Vernichtungsmaschinerie auch vor Kindern nicht halt machen ließen… diese Zeit wird nach wie vor von den heutigen Nazis jeglicher Couleur verehrt, auch wenn es manchmal hinter vorgehaltener Hand oder über für Außenstehende nur schwer zu entschlüsselnde Codes stattfindet.

Nachdem gestern einige wache Bürgerinnen und Bürger bei der besagten facebook-Veranstaltung ihre Meinung kundtaten und Fakten offenbarten, wurden Hinweise auf den politischen Charakter dieser angeblich unpolitischen Demonstration kurzerhand gelöscht und die Veranstaltung wurde dahingehend eingeschränkt, dass besagte Personen sich nicht mehr äußern können.

Um die Öffentlichkeit auch weiter davon in Kenntnis zu setzen, wer und was sich hinter diesem Aufruf verbirgt, haben wir diese Veranstaltung ins Leben gerufen. Hinter diesem Projekt stehen Menschen aus unterschiedlichsten politischen Richtungen, denen lediglich eins gemeinsam ist: Die Ablehnung des Faschismus in all seinen Formen.

DIES IST KEIN AUFRUF, SICH ZU EINEM BESTIMMTEN ZEITPUNKT AN EINEM BESTIMMTEN ORT ZU VERSAMMELN! Wir möchten lediglich informieren. Datum und Ort dieser „Veranstaltung“ sind lediglich der von den Nazis geplanten Veranstaltung angelehnt, um den eindeutigen Bezug zu verdeutlichen.

Wir wollen diese „Veranstaltung“ so offen wie möglich halten, um einen möglichst breiten Streueffekt und eine größtmögliche Aufklärung zu erreichen. Wir werden hier jedoch in keinem Fall den Nazis und dem Grauzonenmilieu eine Plattform für ihre Propaganda und kreidefresserische Heuchelei bieten. Sollte uns derartiges auffallen, werden entsprechende Einträge umgehend gelöscht und betreffende Personen gesperrt. Die Nazi-Ideologie ist menschenverachtend, intolerant und gewaltverherrlichend. Toleranz dieser Ideologie gegenüber würde das Ende der Toleranz bedeuten.

Sagen auch SIE „nein“. Diese dort offen heißblütig geforderte Lynchjustiz nützt niemandem. Wollen Sie den Opfern wirklich helfen, engagieren sie sich in ernstzunehmenden Opferinitiativen. Das Problem des Kindesmissbrauchs ist vielschichtiger, ernster und komplizierter, als dass wir es auf dem Altar des blindwütigen Kurzschlusses und der Engstirnigkeit opfern sollten.

Hier geht es zur Veranstaltung bei Facebook

Ergänzung vom 15.03.: Warnung vor einem Demo-Aufruf

Ergänzung vom 20.03.: Initiator sagt geplante Großdemo ab


Skurriles vom Planeten Wirrkopf (8)

20. Juni 2010

Artikel „müssen“ empfohlen oder gezeigt werden können, das kann dann allerdings manchmal recht makaber wirken.