Presseschau KW 31

30. Juli 2017

++ Flüchtlingskrise = Journalismuskrise?++ Hier steht, wer alles doof ist ++ Die tapferen Kämpferinnen vom Bosporus ++ Der Sultan, der das Hassen lehrt ++ Wir konnten bei seiner Radikalisierung zusehen ++ Die Kultur der Duldung zermürbt unser Land ++ Warum E-Mobilität vielleicht auch nicht die Lösung ist ++ Ist Vergiften auch Terror? ++ Wie Stickoxide zum Sündenbock wurden ++ Die Geduld der Israelis ist bewundernswert ++ Sieferles Werk und Spiegels Beitrag ++ The Würstchen of Wall Street ++ Das Scheitern der „Hamburger Linie“ ++ Von linker und rechter Gewalt ++ Wenn die Glaubwürdigkeit erst einmal zerrüttet ist ++

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Aktualisierung: Überfall in Hamburg

18. Dezember 2009

Am 17. November schrieb ich an dieser Stelle über einen Überfall in Hamburg.

„(…) sei dem Opfer ein Aufkleber („Schöner leben ohne Überfremdung – Hamburg muss deutsch bleiben“) auf das Heck seines Autos geklebt worden. Nachdem das Opfer den unbekannten Täter zur Rede stellen wollte, sei das Opfer, ein Portugiese, beschimpft und mehrfach ins Gesicht geschlagen worden. (…)“

Wie das NPD-Blog berichtet, wurde inzwischen eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Hier geht es zum Artikel auf NPD-Blog.


Arschlöcher gibt es überall

19. November 2009

Arschlöcher gibt es überall. Es ist dabei völlig egal wo ein Mensch herkommt, was er hat oder ist. So ähnlich also wie auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob man ein Mädel hat oder auch keins. Das macht es ja auch so gefährlich, man sieht es dem Menschen nicht an. Wie es in ihm tickt oder ob überhaupt, das wird man vielleicht herausfinden, oftmals aber leider zu spät. Dann bleibt aber immerhin die Erkenntnis: Das ist ja ein Arschloch. Ja, so einfach kann die Welt sein.

Schwieriger wird es natürlich, wenn man jemanden abwertet und/oder beleidigt wegen eines unveränderbaren Merkmals, hier die Hautfarbe. Es ist nicht in Ordnung jemanden als Arschloch zu bezeichnen, nur weil er z.B. Schwarzer oder Weißer ist. Ist dies der Fall, dann sprechen wir von Rassismus. Und ja, Rassismus gibt es natürlich auch gegen Weiße, kommt nur in Deutschland etwas seltener vor.

Ich habe es im letzten Absatz schon getan, ich schrieb von schwarzen Menschen. So nennt man schwarze Menschen, wenn die Hautfarbe irgendwie eine Rolle spielt, z.B. bei einer Vermisstenanzeige, bei rassistischen Übergriffen, oder wenn man kurz Rassismus erklären möchte, ansonsten ist die Hautfarbe doch eh egal, also außer für Rassisten natürlich. Da sich die Bezeichnung „Schwarze(r)“ in der modernen Welt, auch auf Wunsch schwarzer Menschen, verbreitet hat, kann man das Wort „Neger“ aus dem Sprachgebrauch streichen, es wird oftmals als Beleidigung aufgefasst. Und da man ja kein Arschloch sein möchte, sagt man einfach nicht mehr „Neger“, das ist doch ganz einfach. (Lesempfehlung von hier: Die Sezession über alltäglichen Rassismus)

Und nun noch kurz zur medialen Berichterstattung. Wenn ein schwarzer einen weißen Menschen verprügelt, einfach so, ohne Motivation, dann haben wir den Tatbestand der Körperverletzung und die Hautfarbe spielte keine Rolle. Die Medien lassen also die Hautfarbe in der Berichterstattung weg, sie hat mit dem Verbrechen nichts zu tun. Warum sollte sie also genannt werden? Das gleiche gilt natürlich in allen erdenklichen Situationen und neben der Hautfarbe auch für die Herkunft, das Haben und Sein eines Menschen. Genannt wird nur, was im Zusammenhang mit der Tat wichtig ist.

Das sind also meine Gedanken zu diesem Themenbereich, ohne Anspruch auf Vollständigkeit natürlich. Vor vielen Jahren habe ich das auch schon so gesehen. Leider sind mir solche schlichten Wahrheiten zeitweise entfallen, oder schlimmer. Naja, jetzt „Back Home“ eben. Das musste zwischendurch mal gesagt werden.

Der NPD-Blog hat u.a. zu diesem Thema einen Leitfaden veröffentlicht. Was ich hier jetzt nicht genannt habe, was aber im Leitfaden ebenfalls Beachtung findet, ist z.B. die Begriffsunterscheidung zwischen rechtsradikal und rechtsextrem. Zum Leitfaden „Rassistisch, fremdenfeindlich oder rechtsextrem? Schwarze, weiße oder farbige Menschen?“ geht es HIER.

Mit diesen kleinen Ausführungen und vor allem dem Leitfaden von Patrick Gensing im Hinterkopf, kann man nun mal exemplarisch diesen Kommentar lesen.

„(…) was allerdings ein skandal ist, ist das bewusste verschweigen von kriminellen akten begangen von ausländern an deutschen und anderen ausländern. davon gibt es allerdings mehr als reichlich. aber das ist in Deutschland nicht der rede wert. die Deutschen sind eben vieh das man einfach so tottreten kann. armes Deutschland!“


Überfall in Hamburg

17. November 2009

„In Hamburg ist nach Polizeiangaben ein 37-jähriger Schwarzer bei einem rassistischen Angriff verletzt worden. Der unbekannte Täter hatte an einer roten Ampel einen NPD-Aufkleber an dem Auto des Schwarzen befestigt. Als der 37-Jährige den NPD-Anhänger zur Rede stellen wollte, schlug dieser zu. Zunächst meldete die Polizei, das Opfer habe Schwellungen im Gesicht erlitten und sei lediglich ambulant behandelt worden. Später hieß es dann, der 37-Jährige musste mit dem Verdacht auf Hirnblutungen in ein Krankenhaus eingeliefert und dort notoperiert werden; Lebensgefahr bestehe “zurzeit” nicht.“ (Quelle: NPD-BLOG.INFO, 16.11.2009)

Die taz berichtet heute ebenfalls, allerdings steht es um das Opfer leider schlechter, als bisher angenommen: „(..) und musste notoperiert werden. Polizeiangaben zufolge wurde der dunkelhäutige Mann am frühen Sonntagmorgen auf offener Straße von einem Unbekannten brutal ins Gesicht geschlagen. Der Portugiese befindet sich nach Polizeiangaben in Lebensgefahr, nachdem er sich nach zwei Gehirnblutungen einer Notoperation unterziehen musste.

Bestätigt wird durch den Artikel in der taz ebenfalls der Tathergang, demnach sei dem Opfer ein Aufkleber („Schöner leben ohne Überfremdung – Hamburg muss deutsch bleiben“) auf das Heck seines Autos geklebt worden. Nachdem das Opfer den unbekannten Täter zur Rede stellen wollte, sei das Opfer, ein Portugiese, beschimpft und mehrfach ins Gesicht geschlagen worden.

Der NPD Landesverband Hamburg wurde übrigens bis zu seinem Tod von Jürgen Rieger geführt.