Festrede von Georg Schramm beim Prix Pantheon 2010

22. Juni 2010


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Die Arroganz der Macht (6)

27. Mai 2010

Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen, was Bundespräsident Horst Köhler bei seinem Afghanistan Besuch gesagt hat:

Meine Einschätzung ist, dass wir auf dem Wege sind zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch dieser Außenhandelsabhängigkeit wissen muss, dass im Zweifel ein militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren.

Der Freitag übersetzt diese Worte sehr treffend, Deutschland müsse „bereit sein zur Durchsetzung nationaler, wirtschaftlicher Interessen Krieg zu führen“. Was also viele Menschen ohnehin schon denken, bzw. vermutet haben, findet so Bestätigung.


Mal wieder was aus Wolfenbüttel

9. Mai 2010

Das Sprachrohr politischer Aktivisten aus Wolfenbüttel & Salzgitter! hat den gestrigen 8. Mai dazu genutzt, den Wolfenbütteler Bürgern zu zeigen woher der Wind tatsächlich weht. Hatte man sich in der Vergangenheit hin und wieder versucht als brave Tierschützer darzustellen, als nette Jungs von nebenan, so bröckelt diese Fassade nun offensichtlich. Es sind halt einfach Rechtsextremisten und Neonazis. Einige Screenshots:

Aha, keine Fragen mehr.


Den Rechten auf’s Maul geschaut (3) – Deutsche Weihnacht

1. Dezember 2009

Der „Deutsche Stimme Versand“ bietet auch dieses Jahr wieder ansprechende Geschenkideen für den freundlichen Nationalisten von vorgestern. Hier mal einige besonders schöne Produkte zum Julfest, die jedes Herz höher schlagen lassen.

(CD) Heimat deine Sterne, Teil 7, Kriegsweihnacht: Ringsendung des Großdeutschen Rundfunks am Heiligabend 1940, bei der 40 Mikrophone Front und Heimat verbanden.

(Bildwandkarte) Weltkarte von 1941 – Auf dieser wunderschönen Weltkarte, einem Nachdruck aus dem Jahre 194, ist zu sehen, wie klein doch selbst das Großdeutsche Reich war.
Eine Zierde für jeden Raum im Maßstab 1 : 50 000 000

(DVD) Kriegsweihnacht 1939 – 1945: Aus der Serie Deutschland wie es einmal war … Diese Filmdokumentation befaßt sich mit der alljährlichen Volksweihnacht im Deutschen Reich während des Zweiten Weltkrieges. In bewegenden Farb- und Schwarz-Weiß-Filmausschnitten reflektiert sich eine große und schicksalhafte Zeit.

Und natürlich immer auch interessant: „Kunden, welche diesen Artikel kauften, haben auch folgende Artikel gekauft.“ Wer sich nun also die 40 Heimat und Front verbindenden Mikrophone auf CD bestellt hat, der nimmt auch gleich dazu den Kalender Ritterkreuzträger 2010, zwölf Monatsblätter erinnern an die gute alte Zeit bekannte Ritterkreuzträger der deutschen Wehrmacht. Wer bei der Wandbildkarte nicht nein sagen konnte, der bestellte auch gleich den „Ohrstecker Schwarze Sonne in schwarz“ mit, sowie das schöne Buch „Weihnachten im alten Ostpreußen“ – ja, das waren noch Zeiten. Meinen persönlichen Favoriten kauften die Kameradinnen und Kameraden, die bereits mit der DVD „Kriegsweihnacht“ einen guten Geschmack bewiesen haben. Es folgt der „Schal Panzerlied“!

Nicht nur, wenn einem vom vielen Singen des bekannten Soldatenschlagers, dem Panzerlied, die Stimme heiser geworden ist, tut dieser wärmende Schal gut. Kein Sturm und keine Kälte kriegen uns klein! Auf einer Seite steht Ob’s stürmt oder schneit…, und auf der anderen …froh ist unser Sinn!

Ich wünsche den Leserinnen und Lesern meines Blogs eine schöne Vorweihnachtszeit.


Heldengedenken in Hildesheim

26. November 2009

„Das Sprachrohr politischer Aktivisten aus Wolfenbüttel & Salzgitter!“, das Infoportal Wolfenbütel / Salzgitter, vermeldet ein erfolgreiches Heldengedenken in Hildesheim. Demnach habe man „gemäß uralter deutscher Tradition (…) auch dieses Jahr wieder der Helden gedacht, die für uns und unsere Zukunft ihr Leben geopfert haben.“ So waren es, nach Angaben des Infoportals, 32 Kameradinnen und Kameraden, die an einem Novemberabend ihrer Helden gedachten. Auch einem verstorbenen Kameraden aus Hildesheim wurde entsprechend gedacht: „Im letzten großen Krieg stand er als junger Mann an den Fronten und hat auch in den folgenden 64 Jahren nie den Mut verloren und tapfer für Volk und Vaterland gekämpft.“ Und diese Helden meint man natürlich hauptsächlich, nämlich jene Männer die im 2. Weltkrieg für Deutschland an der Front kämpften. Heldengedenken derer, die im Widerstand gegen Nazi-Deutschland ihr Leben ließen? Fehlanzeige, das waren ja eh nur Kommunisten und Verräter, Volksschädlinge eben. Und so ist es bei dieser Art von Heldengedenken natürlich nicht verwunderlich, wenn sich da Widerstand regt und man solches Heldengedenken am liebsten zum Mond schießen würde. Und das wissen natürlich auch die Kameradinnen und Kameraden der nationalen Sozialisten: „Keiner von den Schreihälsen die heute gegen diese Tradition wettern und alles daran setzen sie nicht mehr zulassen zu wollen würden heute den Mut und die Courage aufbringen, die jene Frauen und Männer hatten, welche sich in den Dienst Deutschlands gestellt haben“ – Also wenn damit Führerkult mit allen bekannten Konsequenzen und Verbrechen gemeint ist, dann liegen die Betreiber des Infoportals richtig. Was das aber mit Mut und Courage zu tun hat, das erschließt sich mir nicht.

Vielleicht zum Thema „Infoportal Wolfenbüttel/Salzgitter“ auch interessant: In Gedenken an Hermann & Unfreiwillig komisch – In Gedenken an Hermann (2)


5. Konservativ- Subversive- Aktion: Menzel schaut verkniffen

11. November 2009
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Quelle: Sezession im Netz

Felix Menzel schaut schon ein wenig komisch aus der Wäsche. Und damit wäre auch alles gesagt, zur 5. Konservativ- Subversiven- Aktion. Aber etwas mehr Aufmerksamkeit möchte ich den Damen und Herren schon schenken. Immerhin schreibt die Blaue Narzisse ja in ihrer Überschrift: „konservativ-subversive aktion: Die Neue Rechte wacht auf“. Ein Aufwachen wie der sprichwörtliche Sturm im Wasserglas.

Heute war es also mal wieder soweit. Götz Kubitschek verließ sein Rittergut im beschaulichen Schnellroda, um mit seinen Jungkonservativen Bewunderern von der Blauen Narzisse nach Berlin zu ziehen. Dort entrollte man ein Transparent und verteilte Flyer. Selbstverständlich war die Aktion ein riesiger Erfolg und die Menschen waren alle sehr interessiert usw., man kennt diese Art der Selbstreflexion. Was hat die Neue Rechte denn auf dem Herzen? Die Deutsche Seele, sie schmerzt! Wegen der Bundeskanzlerin Merkel. Die ist nämlich zu Besuch in Frankreich und das am 11.11.. Nun könnte man sich doof stellen und fragen, ob der Deutsche Karneval nicht auch ohne Merkel beginnen kann, aber es geht natürlich um mehr, um Deutschland!

Im Blog der Blauen Narzisse gibt Felix Menzel ein beruhigendes Statement: „Es geht hier nicht darum, den Ersten Weltkrieg noch einmal zu führen, sondern darum, der Geschichte und dem darauf folgenden Elend hunderttausender Deutscher gerecht zu werden.“ Da kann man also durchaus erleichtert sein, dass da heute kein Krieg begonnen wurde. So schnell wird man Zeitzeuge großer Ereignisse. „Was sucht Merkel in Paris?“, so die rhetorische Frage, um die es dann wohl geht, zumindest steht das auf dem schwarzen Transparent. Ein Zitat aus dem Flyer, der von interessierten Bürgern durchweg und überaus positiv aufgenommen wurde, natürlich: „Denn hierzulande verliert sich im Zeichen gelungener Verwestlichung allmählich das Bewußtsein, daß die Deutschen nichts zu feiern haben, wenn es um das Datum 1918 geht, noch weniger, als im Hinblick auf das Datum 1945. Warum also ist Bundeskanzlerin Merkel heute in Paris, um gemeinsam mit Nicolas Sarkozy am Arc de Triomph – dem Siegesmal der Franzosen – eine Feierlichkeit zu begehen?“ Aha.

Auf Spiegel-Online erfährt man: „Nicolas Sarkozy präsentiert sich als Staatsmann von Format, als Inbegriff der deutsch-französischen Freundschaft – ein Hauch von Historie wenigstens, angesichts so viel geschichtsträchtiger Daten. Zum 11. November wollte der Präsident eine „starke Geste der Versöhnung“, ein dauerhaftes Bild bilateraler Harmonie (…)„.  Aber das geht nun mal nicht. Immerhin ist 1918 erst 91 Jahre her, wer will da schon an eine Versöhnung denken, oder gar Freundschaft? Die Neue Rechte jedenfalls nicht. Und so stehen sie vielleicht noch immer irgendwo in Berlin und versuchen Deutschlands Ehre zu retten und den Deutschen ein angemessenes Geschichtsbewusstsein beizubringen.

Aber eine KSA (coole Abkürzung für „Konservativ- Subersive- Aktion“) am 11.11. ist trotzdem ein gelungener Karnevalsauftakt.