Sezession voll krass: Verteidigung – Eroberung

16. Mai 2012

Bildquelle: Sezession.de

Zwei mal drei macht vier,
widewidewitt und drei macht neune,
ich mach mir die Welt,
widewide wie sie mir gefällt.
(Quelle: Hey, Pippi Langstrumpf!)

Und jetzt erklärt der Rechtsintellektuelle Götz Kubitschek auf Nachfrage mal einen Unterschied und lässt dann dreimal raten:

„die rechte gewalt, von der Sie und die ‚jungle world‘ schreiben, ist eine krasse form der ‚verteidigung des eigenen‘; ausländergewalt ist eine krasse form der ‚eroberung des anderen‘ – dreimal dürfen Sie raten, welche von beiden ich für ‚besorgniserregender‘ (Ihr wort) halte …“

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Manfred Kleine-Hartlage und ein erlaubter Umkehrschluss

31. März 2012
Screenshot  “Pro und Contra”

Screenshot “Pro und Contra”

In der Sendung “Pro und Contra” des österreichischen Fernsehsenders Puls 4 wird der rechte Islamkritiker Manfred Kleine-Hartlage von einem islamischen Religionslehrer gefragt: „Was ist denn dann der Grund des rechtsextremistischen Terrors in Deutschland? Sie kommen ja aus Deutschland. Was ist der Grund?“ Kleine-Hartlage: „Der Grund für rechtsextremistischen Terror liegt jedenfalls nicht im Christentum. Das ist ja der Punkt über den wir hier diskutieren.“ Religionslehrer: „Und wo liegt es dann genau?“ Kleine-Hartlage: Um rechtsextremen Terror? Das müssen Sie die Rechtsextremisten* fragen, nicht mich. Ich weiß es nicht.“

Herr Kleine-Hartlage empfielt also Rechtsextremisten zu fragen, wenn es um rechtsextremistischen Terror geht und stellt sich damit selbst zur Disposition. Wäre nicht der Umkehrschluss folgender: Um islamistischen Terror? Das müssen Sie die Islamisten fragen, nicht mich. Ich weiß es nicht.“

Und an dieser Stelle wiederhole ich mich gerne nochmal: Eine Islamkritik ist nur dann vernünftig und angebracht, wenn sie in eine generelle Religionskritik eingebettet ist. Leute wie Kleine-Hartlage und seine neurechten Freunde der Sezession sind dabei völlig überflüssig.

* Kleine-Hartlage hätte natürlich auch auf Rechtsextremismusexperten verweisen können. Nur sind es ja genau diese, die auf diverse Verbindungen zwischen Neuer Rechten, „Islamkritikern“ und eben Rechtsextremisten hinweisen.


Sezession: Lichtmesz unerträglich

5. November 2011

Martin Lichtmesz ist ein unerträglicher, rechter Spinner. Aber eben auch exemplarisch für rechtsintellektuelle Realitätsverweigerung und selektive Wahrnehmung. Als hätten die Menschen heute keine anderen Probleme:

Screenshot 3sat Kulturzeit

„Ja, türkische und sonstige Freunde und Artgenossen! Deutschland mag für euch eine „fremde Heimat“ sein, für uns ist es inzwischen zur „entfremdeten Heimat“ geworden. (…) Am Ende sind wir alle, wir und ihr, Fremde ohne Heimat, und der Tag ist nicht mehr fern, da werden wir uns die Köpfe einschlagen, weil wir unsere Fremdheit und Heimatlosigkeit nicht mehr ertragen können.“


Sezession: Rechtsintellektuell (3)

19. August 2011

Vorgestern war es Götz Kubitschek, der uns als Rechtsintellektueller sein neurechtes Denken erklärte: „Das Deutschland, in dem ich leben möchte, das ist ein, also das ist das Land in dem die Deutschen leben.“ Gestern durfte dann Martin Lichtmesz ran, er erklärte – sehr präzise – was zu tun sei: „Wir müssen das Steuer umlegen. Und zwar so bald wie möglich. Es ist vielleicht schon Fünf nach Zwölf.“ Im dritten und letzten Teil darf nun Felix Menzel die Wichtigkeit der Neuen Rechten bei der kommenden Konservativen Revolution erläutern: „Und ich glaube aber, dass das ziemlich schnell gehen kann und von uns völlig unabhängig ist.“ Auch dieser Beitrag steht als mp3-Datei zur Verfügung, bitte dafür auf das Bild klicken.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass diese Neue Rechte wenig Neues zu bieten hat und die eigene Rechtsintellektualität gut zu verstecken weiß. Erst die uralte Parole „Deutschland den Deutschen“, dann die bekannte Beschwörung, dass es schon „Fünf nach Zwölf“ sei, statt Volkserwachen ist es hier allerdings das Ruder, welches umzulegen sei. Neu hingegen ist die realistische Selbsteinschätzung der eigenen Belanglosigkeit durch Felix Menzel.

Als kleinen Bonus gibt es hier eine weitere mp3-Datei. Götz Kubitschek spricht kurz über eines seiner Lieblingsthemen, den angeblich stattfindenden Bürgerkrieg, allerdings nennt er ihn hier einen „geistigen“ Bürgerkrieg. Man möchte ihm zurufen: „Eingebildeter Bürgerkrieg, Herr Kubitschek, Sie leben in einem eigebildeten, herbeigeredeten Bürgerkrieg!“

<< Mehr über diese Neue Rechte auf ÜBRIGKEITEN gibt es hier. >>

Quelle der mp3-Datei und des Screenshots ist auch hier wieder die kurze Reportage „Auf dem Rittergut – Eine Begegnung mit Deutschlands Neuen Rechten“ (3sat, Kulturzeit).


Sezession: Rechtsintellektuell (2)

18. August 2011

Nachdem uns gestern Götz Kubitschek ganz rechtsintellektuell aufgeklärt hat („Das Deutschland, in dem ich leben möchte, das ist ein, also das ist das Land in dem die Deutschen leben“), soll nun ein weiterer so genannter Rechtsintellektueller zu Wort kommen. Martin Lichtmesz fasst kurz zusammen, was zu tun sei. Zur mp3-Datei gelangt man wieder mit einem Klick auf das Bild.

Morgen erscheint dann ein dritter und letzter Teil dieser kleinen Reihe über die rechtsintellektuelle Neue Rechte, inkl. Zusammenfassung und Fazit.

Quelle der mp3-Datei und des Screenshots ist wieder die kurze Reportage „Auf dem Rittergut – Eine Begegnung mit Deutschlands Neuen Rechten“ (3sat, Kulturzeit).


Sezession: Rechtsintellektuell

17. August 2011

Der rechtsintellektuelle Götz Kubitschek bringt es kurz und knapp auf den Punkt. Werden Sie Zeuge, wie ein Rechtsintellektueller sein Weltbild erklärt. Sie werden staunen, wie intellektuell es bei den guten, wahren und schönen Rechten zugeht. Ein Klick auf das Bild und man kann sich eine entsprechende mp3-Datei runterladen (natürlich kostenlos und ohne Anmeldung).

Quelle der mp3-Datei und des Screenshots ist die kurze Reportage „Auf dem Rittergut – Eine Begegnung mit Deutschlands Neuen Rechten“ (3sat, Kulturzeit).


Sezession: Wie weiter, gefühlt Teil 128

15. Januar 2011

Screenshot Sezession im Netz

Und die Antwort überrascht mich nicht. Irgendwie geht es nicht weiter, alles Pulver scheint verschossen, richtig festlegen möchte man sich  dann aber auch nicht. So ein wenig neurechter Eiertanz, wie ich ihn schon mehrmals beschrieben habe.

„(…) Wir werden uns also wieder auf die Druckausgabe der Sezession und auf unsere Buchprojekte konzentrieren und dieses Netz-Tagebuch für Ankündigungen, Präsentationen und als Archiv unserer Zeitschrift nutzen.

Daneben bleibt ein Element des Tagebuchs erhalten: Grundlegende Beiträge, die den Weg nicht oder noch nicht in die Druckausgabe finden, werden wir hier weiterhin veröffentlichen (…)“

Natürlich finde ich die Entscheidung aus Sezession-Sicht nachvollziehbar, allerdings: Man sollte dies schon als Zeichen der Schwäche interpretieren und zudem als eine Kapitulation. Man konnte seine Ziele nicht erreichen, ist hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben und schmeißt schließlich die Flinte ins Korn. Das hat es übrigens bei der Sezession schon einmal gegeben, allerdings war es damals das IfS-Blog von Götz Kubitschek, welches relativ plötzlich geschlossen wurde.

Damit aber auch genug der Häme, nachtreten gehört sich nicht, immerhin wurde Sezession im Netz keine zwei Jahre alt.

Aber weil es so schön war, hier ein Geburtstagszitat der guten, wahren und schönen Rechten vom 2. Februar 2009, das Wort hat Herr Kubitschek:

Bildquelle: Sezession.de

„() Den wahren, guten und schönen Rechten ein Tagebuch – unregelmäßig aktualisiert, gespeist aus der Arbeit konservativer, rechtsintellektueller Köpfe, frei von Kommentierungen, nicht diskutable geistige Anmerkungen und „Setzungen“, die hoffentlich Anlaß zur Diskussion jenseits des von Foren-Trollen ruinierten Netzes geben. ()“